Margin

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Dieser Artikel behandelt den Fachbegriff. Zum Spielfilm siehe Der große Crash – Margin Call, zum Automobilhersteller siehe Margin Sports Cars.

Der Begriff Margin (‚Hinterlegungssumme‘ bzw. ‚Sicherheitsleistung‘) bezeichnet in der Wirtschaftswissenschaft, insbesondere in der Unternehmensfinanzierung sowie im Rahmen des Börsenhandels, die Sicherheitsstellung für Börsentermingeschäfte durch die Hinterlegung eines gewissen Pfandes.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Börsentermingeschäfte zeichnen sich dadurch aus, dass nicht die volle Wertsumme des zugrunde liegenden Marktgegenstandes als Sicherheit zu hinterlegen ist. Zur zweckmäßigen Berechnung eines Margin gibt es zwei richtungsweisende Systeme. Zum einen das Premium-Margin-System und zum anderen das Risk-Based-Margin-System. Letzteres kommt bei der EUREX – eine der größten Terminbörsen der Welt – zum Einsatz.

Das zu hinterlegende Margin soll die Glattstellungskosten bis zum nächsten Börsentag, also overnight, absichern.

Man unterscheidet zwischen Premium Margin und Additional Margin bei Optionen. Bei Futures unterscheidet man zwischen Initial Margin (manchmal auch Additional Future Margin genannt), eine im Voraus zu erbringende Sicherheitsleistung zur Abdeckung von Verlustrisiken, und der Variation Margin, welche den täglichen Gewinn- und Verlustausgleich abdeckt.

Margin Call[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Margin Call ist beim kreditfinanzierten Handel (z. B. Devisen-, Termingeschäft- oder CFD-Handel) die Aufforderung des Brokers, weiteres Kapital als Sicherheitsleistung nachzuschießen. Er ist in der Regel die Folge einer für den Anleger negativen Kursentwicklung, die die bereits hinterlegte Sicherheitsleistung überschritten hat oder kurz davor steht.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Margin Call im FAZ.net Börsenlexikon