Markus Kupferblum

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Markus Kupferblum (* 12. Juni 1964 in Wien) ist ein österreichischer Opern- und Theaterregisseur, Autor und Clown. Er ist Gründer des Totalen Theaters in Wien und Experte für Commedia dell’arte und Maskentheater. Seit 2013 leitet er das Musiktheaterensemble „Schlüterwerke“ in Wien, mit dem er regelmäßig spartenübergreifende Produktionen herausbringt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferblum studierte u. a. in Paris bei Philippe Gaulier und Monika Pagneux und an der New York University. Er war Assistent von Antoine Vitez und Achim Freyer.

Er wurde beim Festival von Avignon 1992 mit dem Coup de Coeur für seine Inszenierung von Peer Gynt und 1993 mit dem 1. Prix de l’Humour für die Inszenierung von Les Moustaches de la Reine ausgezeichnet. 2007 erhielt er den Nestroypreis der Stadt Wien. Bekannt ist Kupferblum für seine spartenübergreifende Arbeit zwischen Oper, Zirkus, Theater und Film und für das Erschließen neuer und ungewöhnlicher Aufführungsorte.

Er unterrichtet(e) Schauspiel, Regie und Szenisches Schreiben u. a. an der Universität Wien, der Universität für Angewandte Kunst Wien, der Bayrischen Theaterakademie August Everding in München, den Staatlichen Hochschulen für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und Frankfurt, der University of Michigan in Ann Arbor, der Rutgers University, New Brunswick, der Southeastern Louisiana University in Hammond, USA, der Escuela Nacional del Teatro de Bolivia in Santa Cruz, Bolivien und am Max-Reinhardt-Seminar. 2012 rief Kupferblum gemeinsam mit Bernd C. Sucher den Europäischen Theatertag der Toleranz ins Leben, bei dem immer am 1. Februar in mittlerweile über 800 Theatern in ganz Europa, Nord- und Südamerika sein Memorandum gegen Hass und Fremdenfeindlichkeit verlesen wird.

Kupferblum ist Senior Lecturer für Opernregie und Musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Er ist Mitglied des Internationalen P.E.N. Clubs.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für darstellende Kunst
  • 1991 Aufführungspreis für das Stück Finsteres Licht
  • 1992 Coup de Coeur, Festival von Avignon für die Inszenierung von Peer Gynt
  • 1993 1. Prix d’humour, erster Preis des Festivals von Avignon für die Inszenierung des Stücks Les Moustaches de la Reine
  • 2004 Preisträger des Jeunesse Wettbewerbs „Fang den Ton“ für Die Blecharbeiter, Wien
  • 2007 Nestroy Preis der Stadt Wien für die beste Off-Produktion
  • 2007 „Aufführungsprämie“ des BmfUK für Die verlassene Dido, Wien
  • 2013 „Aufführungsprämie“ des BmfUK für Der Kaiser von Atlantis, New York, Wien

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Geburt der Neugier aus dem Geist der Revolution – die Commedia dell’Arte als politisches Volkstheater. Facultas Verlag, Wien, 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]