Marshall Berman

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Marshall Howard Berman (* 24. November 1940 in South Bronx; † 11. September 2013 im Upper West Side) war ein US-amerikanischer Autor. Er lehrte Politikwissenschaften und Urbanistik am City College of New York und ist bekannt für seine Beiträge zum Marxistischen Humanismus.

Biografisches[Bearbeiten]

Berman wurde in den South Bronx geboren. Seine Eltern leiteten Gemeinsam die Betmar Tag & Label Co — ein mittelständisches Textilunternehmen. Er ging auf die Bronx High School of Science und besuchte Kurse in Geschichtswissenschaften an der Columbia University. In der dortigen Friedensbewegung zum Vietnamkrieg politisierte er sich; nahm an Demonstrationen der Students for a Democratic Society teil. Seine Bachelorarbeit in Literaturwissenschaften schrieb er bei Isaiah Berlin zum Marxistischen Begriff der Freiheit und des Individualismus. Zu seinem damaligen Umfeld zählten auch G.A. Cohen und Bertell Ollman. Seine Doktorarbeit legte er schließlich 1967 in Harvard über Rousseau and Montesquieu ab und entwickelte die Schrift später zu seinem ersten Buch: The Politics of Authenticity (1970). Berman trat dann seine erste und zeitlebens einzige akademische Beschäftigung als Professor der Politikwissenschaften und Urbanistik am City College of New York an.

Bermans Sohn Marc verstarb 1980 fünfjährig als sich dessen Mutter unter Drogeneinfluss aus dem Fenster ihrer Wohnung in der West End Avenue stürzte (sie überlebte). Sein Hauptwerk All That is Solid Melts into Air ist seinem Sohn gewidmet. Im Laufe der 1980’er musste bei Marshall Berman ein Abszess im Hirn entfernt werden, wovon sichtbare Merkmale auf dessen Stirn zurückblieben. Er litt seitdem an Krämpfen und Schlafapnoe. Berman las viel in der Bibel und frequentierte als Agnostiker regelmäßig die Ansche Chesed Synagogue. Er starb am 11. September im St. Luke’s-Roosevelt Hospital Center an den Folgen eines Herzinfarktes, den er beim Frühstück mit seinem Sohn im Metro Diner der Upper West Side erlitt.

Werke[Bearbeiten]

Berman fungierte als Herausgeber von Dissent und schrieb regelmäßig Beiträge für The Nation, The New York Times Book Review, den Bennington Review, den New Left Review, New Politics und den Village Voice Literary Supplement.

Monographien
  • The Politics of Authenticity: Radical Individualism and the Emergence of Modern Society (1970) Reissued 2009 by Verso Press
  • All That Is Solid Melts Into Air: The Experience of Modernity (1982)
  • Adventures in Marxism (1999)
  • On the Town: One Hundred Years of Spectacle in Times Square (2006)
  • New York Calling: From Blackout to Bloomberg (2007), edited by Marshall Berman and Brian Berger.
  • Introduction to The Communist Manifesto by Karl Marx, Penguin Books 2010

Berman wirkte in folgenden Dokumentarfilmen mit:[1]

  • 1999: New York: A Documentary Film. (Ausschnitt)
  • 1888: The American Experience.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marshall Berman in der Internet Movie Database (englisch)