Mateh Benjamin

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Mateh Benjamin
MatehBinyamin09.jpg
Gebiet: Westjordanland
(Judäa und Samaria)
Gemeindeart: Regionalverwaltung
Gegründet: 1979
Koordinaten: 31° 54′ N, 35° 13′ OKoordinaten: 31° 54′ 1″ N, 35° 13′ 22″ O
 
Einwohner: 48.300 (2010)
 
Bürgermeister: Avi Roeh
Mateh Benjamin (Palästinensische Autonomiegebiete)
Mateh Benjamin
Mateh Benjamin

Mateh Benjamin (hebräisch מועצה אזורית מטה בנימין, Mo'atza Azorit Mateh Binyamin) ist eine israelische Regionalverwaltung in dem südlichen Samarien-Bergland. Sie ist benannt nach einem der zwölf Stämme Israels, dem Stamm Benjamin. Der Sitz der Verwaltung ist in Psagot.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mateh Benjamin liegt im zentralen Westjordanland, nördlich von Jerusalem und westlich des Jordans.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Israel besetzte im Sechstagekrieg von 1967 das Gebiet der heutigen Regionalverwaltung. Die meisten der israelischen Siedlungen wurden in den 1970er Jahren gegründet. 1979 wurde für sie eine eigene Verwaltungseinheit gegründet.

Seit 2008 liegen die folgenden Siedlungen auf der westlichen, israelischen Seite der Sperranlage:

  • Im Modi'in Block: Chaschmonajim, Matitjahu, Na'ale und Nili
  • Im Gebiet von Latrun: Mevo Choron, Bet Choron
  • Nordwestlich von Jerusalem: Giw'on HaChadascha
  • Im Gebiet von Adumim, östlich von Jerusalem: Almon und Kfar Adumim

Die restlichen Siedlungen befinden sich verstreut zwischen den palästinensischen Autonomiegebieten.

Am 19. Juni 2015 wurde der 25-jährige Israeli Danny Gonen ermordet, nachdem er mit einem Freund einen Ausflug zur Ein Buvin-Quelle im Westjordanland gemacht hatte. Die Quelle liegt in einer bergigen Region zwischen dem Ort Dolev und dem palästinensischen Dorf Dayr Ibzi. Auf der Rückfahrt wurden sie von einem Palästinenser angehalten, der um Hilfe zu bitten schien. Dann schoss er aus nächster Nähe auf sie. Die Verantwortung für den Anschlag übernahm eine der Hamas nahestehende Gruppe.[1] Der Attentäter konnte am 15. Juli 2015 verhaftet werden. [2]

Am 21. Juli 2017 wurden drei Mitglieder einer Familie in Chalamisch von einem palästinensischen Terroristen ermordet. Die Familie war zusammengekommen um die Geburt eines Kindes feiern. Der Attentäter ermordete zuerst die 46-jährige Chaja Salomon. Dann stach er auf deren 68 Jahre alte Mutter Tova Salomon ein, die schwer verletzt überlebt. Danach tötete er den 36-jährigen Elad Salomon. Auf Josef Salomon stach er 15-mal ein, bis sich der 70-Jährige nicht mehr bewegte. Ein Soldat außer Dienst, der sich im Nachbarhaus aufhielt verwundete den Angreifer. der Attentäter wurde im Februar 2018 zu dreimal lebenslänglich verurteilt.[3]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für die Orte der Regionalverwaltung folgende Einwohnerzahlen an:[4]

Name 1983 1995 2008
Almon 42 523 925
Ateret 72 253 763
Beit Choron 190 595 1.034
Chalamisch 365 882 981
Chaschmonaim - 1.730 2.591
Dolev - 540 1.230
Eli - 759 2.771
Geva Benjamin - 404 3.731
Givon HaHadascha 92 935 1.113
Kfar Adumim 253 1.120 2.686
Kfar HaOranim - - 2.172
Kochaw HaSchachar 129 865 1.690
Kochaw Ja'akov - 756 5.926
Maale Lewona - 334 584
Maale Michmas 134 589 1.261
Matitjahu 85 2.440 1.382
Meve Choron 253 495 1.327
Mitzpe Jericho 159 762 1.792
Na'ale - 140 749
Nachliel - 227 374
Nili 155 517 913
Ofarim - 235 -
Ofra 508 1.330 2.735
Psagot 209 864 1.623
Rimonim 86 426 602
Schilo 325 1.010 2.303
Talmon - 568 2.563
Gesamt 3.057 19.299 45.821

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979–2007 Pinchas Wallerstein
  • Seit 2007 Avi Roeh

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Botschaft in Berlin, abgerufen am 24. November 2017
  2. Newsletter der Botschaft des Staates Israel vom 20. Juli 2015
  3. Israelnetz.de vom 16. Februar 2018: Terrorist muss lebenslang ins Gefängnis
  4. Israelisches Zentralbüro für Statistik