Samarien

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Schomron ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum israelischen Generalstabschef siehe Dan Schomron.
Landschaft in Samarien

Samarien (lat./engl. Samaria) bezeichnet im Wesentlichen den nördlichen Teil des heutigen Westjordanlands (Gebiet von Nablus). Samarien heißt auch Schomron (שֹׁמְרוֹן, Standard; arabisch ‏سامريّون‎, DMG Sāmariyyūn oder ‏ألسامرة‎ as-Sāmara, auch bekannt als Dschibal Nablus / ‏جبال نابلس‎ / Ǧabāl Nāblus; griechisch: Σαμαρεία) und ist eine geographische Bezeichnung der Bergregion zwischen dem nördlicher gelegenen Galiläa und dem südlicheren Judäa.

Das biblische Samarien[Bearbeiten]

Das biblische Land Samarien ist aus der Abspaltung der zehn nördlichen Stämme Israels vom Königshaus David 926 v. Chr. hervorgegangen. Omri, der circa 885−874 v. Chr. König des Nordreiches war, baute die Stadt Samaria als Hauptstadt des Nordreiches aus[1]. Wegen seiner synkretistischen Religionspolitik wird er in der Bibel heftig kritisiert. Nur eine kleine Gruppe von JHWH-Gläubigen hat den Untergang des Königreiches überlebt.

Da diese Samariter den Tempelkult in Jerusalem ablehnten und eigene Opferstätten auf dem Garizim bevorzugten[2], wurden sie von den Israeliten des Südreiches und in Jerusalem nicht anerkannt, sondern besonders geringschätzig betrachtet (vgl dazu auch Joh 4,1-41 EU; Jesus und die samaritische Frau). Das ist der Hintergrund, wenn im neutestamentlichen Gleichnis vom Barmherzigen Samariter Jesus ausgerechnet einen Samariter als vorbildlich darstellt.

Samarien heute[Bearbeiten]

Zutrittsverbot der IDF für israelische Bürger zu einem Ort in Samarien (2004)

Samarien wird heute dem Westjordanland zugerechnet.

Israel bezeichnet das Westjordanland in Anlehnung an biblische Toponyme als Judäa und Samaria, was in direkter Transliteration auch als Jehuda und Schomron wiedergegeben werden kann[3].

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. 1 Kön 16,23-28 EU
  2. Je nach Lesart der dürftigen Quellenlage kann die Abtrennung der späteren Samariter vom Jerusalemer Kult zur Zeit der Wiedererrichtung des Jerusalemer Tempels unter Esra und Nehemia oder auch erst im 4. bis 2. Jahrhundert erfolgt sein. Vgl. den Artikel Samaritaner. Darstellung der Diskussion und Belege bei: Albertz, Rainer: Religionsgeschichte Israels in alttestamentlicher Zeit 2. Göttingen 2 Auflage 1997, S. 577-584
  3. Süddeutsche Zeitung vom 29. Juli 2009, Seite 3: Ferien auf dem Siedlerhof von Thorsten Schmitz

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Samaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Samarien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen