Mathias Habersack

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Mathias Habersack

Mathias Habersack (* 1960) ist ein deutscher Jurist und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Habersack studierte Rechtswissenschaften in Würzburg und Heidelberg. 1986 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Peter Ulmer. Mit einer Arbeit zu "Vertragsfreiheit und Drittinteressen" wurde er in Heidelberg 1990 zum Dr. iur. promoviert. Ab 1991 war Habersack wissenschaftlicher Assistent von Ulmer. Während seiner Assistenzzeit arbeitete er an seiner Schrift über die gesellschaftsrechtliche Mitgliedschaft, die 1995 zur Habilitation führte.

Zum 1. April 1996 nahm Habersack einen Ruf an die Universität Regensburg an. Von 2000 bis 2007 war er Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Wirtschaftsrecht an der Universität Mainz und seit 2003 zudem Direktor des Instituts für deutsches und internationales Recht des Spar-, Giro- und Kreditwesens. Zum Wintersemester 2007/08 wechselte Habersack als Nachfolger des emeritierten Harm Peter Westermann an die Universität Tübingen. Seit dem 1. April 2011 ist er – nach Ablehnung eines Rufes an die Universität Bonn (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht) – Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht an der Universität München.

Habersack ist Vorsitzender der ständigen Deputation und damit Präsident[1][2] des Deutschen Juristentags, Mitglied des Arbeitskreises Wirtschaft und Recht im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, des Vorstands der Vereinigung für Gesellschaftsrecht und des Kuratoriums der Bankrechtlichen Vereinigung.[3][4]

Er gibt mit Wulf Goette und Susanne Kalss den mehrbändigen und in mehreren Auflagen erschienenen Münchener Kommentar zum Aktiengesetz heraus. Nach ihm ist die Habersack Gesetzessammlung benannt, die bis Mitte 2021 als Schönfelder bekannt war.[5]

Schüler von Habersack sind Dirk A. Verse und Jan Schürnbrand.

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Bericht der LTO soll Habersack einer der Gutachter im Verfahren über die Erteilung der Honorarprofessur für den amtierenden Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, gewesen sein. Die Verleihung der Honorarprofessur an Harbarth steht in der Kritik, unter anderem aufgrund der Nähe seiner ehemaligen Kanzlei Schilling, Zutt & Anschütz (SZA) und der der beteiligten Gutachter.[6] Im Anschluss an Habersacks Zeit am Lehrstuhl von Peter Ulmer promovierte Harbarth an dem von Peter Ulmer zusammen mit Peter Hommelhoff und Peter-Christian Müller-Graff geleiteten Institut[7][8]; die Promotion wurde von Peter Hommelhoff betreut.[9][10] Peter Ulmer ist heute Of counsel bei SZA.[11] Auch der zweite Gutachter Walter Bayer weist eine entsprechende Nähe auf.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage des Deutschen Juristentags. In: www.djt.de. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  2. Lebenslauf von Prof. Dr. Habersack auf der Universitätshomepage. In: www.jura.uni-muenchen.de. Abgerufen am 21. Dezember 2016.
  3. Lebenslauf von Prof. Dr. Habersack auf seiner Homepage. Abgerufen am 22. Juni 2017.
  4. Lebenslauf von Prof. Dr. Habersack auf seiner Homepage. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  5. Habersack | Deutsche Gesetze. Abgerufen am 27. Juli 2021.
  6. LTO: Anwalt gegen Uni: Streit um Harbarths Honorarprofessur. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  7. Lebenslauf von Prof. Dr. Hommelhoff auf seiner Homepage. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  8. Lebenslauf von Prof. Dr. Müller-Graff auf seiner Homepage. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  9. Deutscher Bundestag - Dr. Stephan Harbarth. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  10. Wolfgang Janisch: Stephan Harbarth. Abgerufen am 15. Februar 2021.
  11. Anwälte, Rechtsanwälte für Gesellschaftsrecht SZA Schilling, Zutt & Anschütz Rechtsanwaltsgesellschaft mbH. Abgerufen am 10. Juli 2020.