Maubert – Mutualité (Métro Paris)

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Metro-M.svg Maubert – Mutualité
Paris Metro Maubert - Mutualité 001.JPG
Tarifzone 1
Linie(n) 10Paris m 10 jms.svg
Ort Paris V
Eröffnung 15. Februar 1930
Art-déco-Kandelaber an einem der Zugänge
Place Maubert vor dem Bau der Métro
Maison de la Mutualité

Maubert – Mutualité ist eine unterirdische Station der Pariser Métro. Sie wird von der Métrolinie 10 bedient.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station befindet sich im Quartier Saint-Victor des 5. Arrondissements von Paris. Sie liegt längs unter dem Boulevard Saint-Germain westlich der Place Maubert.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namengebend sind die Place Maubert und das nahe Mehrzweck-Saalgebäude Maison de la Mutualité. Letzteres wurde 1930 mit einer Fassade im Stil des Art déco gebaut und 1931 als Theater eröffnet.

Maubert (1193–1280) war Bischof von Regensburg, er wurde 1637 heiliggesprochen.[1] Die Place Maubert war vom 15. Jahrhundert bis 1772 Schauplatz zahlreicher Exekutionen, in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurden dort u. a. Protestanten auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Februar 1930 wurde die Station mit der Eröffnung der südöstlichen Erweiterung der Linie 10 in Betrieb genommen, die damals von der Station Odéon über Place Monge bis Place d’Italie verlängert wurde.[2] Deren Abschnitt von Place Monge nach Place d’Italie (ab 7. März 1930 bis Porte de Choisy)[3] wird seit dem 26. April 1931 von der Linie 7 befahren.[4]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station weist unter einem elliptischen, gefliesten Deckengewölbe Seitenbahnsteige an zwei parallelen Streckengleisen auf. Wie bei allen Stationen der Linie 10 (mit einer Ausnahme) haben ihre Bahnsteige die ursprüngliche Pariser Standardlänge von 75 m.[5]

Zwei Zugänge liegen beiderseits der in den Boulevard Saint-Germain mündenden Rue des Carmes, ein dritter Zugang deren Einmündung gegenüber. Alle Zugänge tragen beleuchtete Stationsschilder mit Netzplänen und sind durch von Adolphe Dervaux[6] im Stil des Art déco entworfene Kandelaber mit dem Schriftzug METRO markiert.

Östlich der Station zweigt in einer Kurve mittig zwischen den Streckengleisen eine zweigleisige Betriebsstrecke aus, die anschließend das südliche Streckengleis unterfährt. Diese Strecke führt zur Station Place Monge, wohin (und darüber hinaus) die Linie 10 vom 15. Januar 1930 an führte.[2] Am 26. April 1931 wurde die Linienführung geändert, seitdem verläuft die Linie über die äußeren Gleise nach Cardinal Lemoine.[7]

Westlich der Station zweigt vom südlichen Streckengleis ein Betriebsgleis aus, das zwischen den Streckengleisen zur – und durch die – Station Cluny – La Sorbonne und weiter zur Linie 4 führt.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Linie 10 verkehren konventionelle Züge der Baureihe MF 67. Zwischen 1975 und 1994 liefen Züge der Baureihe MA,[8] davor solche der Bauart Sprague-Thomson.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gérard Roland: Stations de métro d'Abbesses à Wagram. Christine Bonneton, Clermont-Ferrand 2011, ISBN 978-2-86253-382-7, S. 142.
  2. a b Jean Tricoire: Un siècle de métro en 14 lignes. De Bienvenüe à Météor. 2. Auflage. La Vie du Rail, Paris 2000, ISBN 2-902808-87-9, S. 270.
  3. Jean Tricoire: op. cit., S. 225.
  4. Jean Tricoire: op. cit., S. 231.
  5. Brian Hardy: Paris Metro Handbook. 3. Auflage. Capital Transport Publishing, Harrow Weald 1999, ISBN 1-85414-212-7, S. 36.
  6. Jean Tricoire: op. cit., S. 74.
  7. Jean Tricoire: op. cit., S. 271.
  8. Jean Tricoire, op. cit., S. 273.
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Cluny – La Sorbonne
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Paris m 10 jms.svg Cardinal Lemoine
Gare d’Austerlitz →

Koordinaten: 48° 51′ 1″ N, 2° 20′ 53″ O