Mauterner Brücke

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Koordinaten: 48° 23′ 51,5″ N, 15° 34′ 30,4″ O

B33a Mauterner Brücke
 Mauterner Brücke
Mauterner Brücke, vom linken, nördlichen Ufer aus gesehen
Nutzung Straßen-, Rad- und Fußgängerbrücke
Überführt Aggsteiner Straße (B33a)
Querung von Donau Straße
Donau
Aggsteiner Straße
Ort Krems und Mautern an der Donau
Gesamtlänge 435 Meter
Breite 11 Meter
Eröffnung 1895
Lage
Mauterner Brücke (Niederösterreich)
Mauterner Brücke

Die Mauterner Brücke ist eine 1895, unter dem Namen Kaiser-Franz-Joseph-Brücke (bis 1918), errichtete Stahlfachwerksbrücke über die Donau.[1] Sie verbindet die beiden Städte Krems an der Donau und Mautern an der Donau. Über sie führt die Aggsteiner Straße B33a.

Die große Bedeutung dieser Brücke zeigt sich darin, dass während des Ersten Weltkrieges rund 34.000 Soldaten den Brückenkopf Krems verteidigen sollten und im Umkreis von 5 Kilometern Bunkeranlagen errichtet wurden. Durch die gewaltige Ausweitung des Krieges standen weder genügend Menschen noch Material zur Verfügung. Daher verfügte die k.u.k. Armeeführung ab Sommer 1915 eine Verringerung der Ausbauarbeiten und mit 1. Mai 1916 die Auflösung des Brückenkopfkommandos.[2]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Brücke von der Wehrmacht am 8. Mai 1945 zum Teil gesprengt. Nach Kriegsende wurde der südliche Teil der Brücke von deutschen Kriegsgefangenen unter sowjetischer Aufsicht unter Verwendung von Brückengerät des Systems Roth-Waagner, das in Krems eingelagert war, neu errichtet und am 30. September 1945 durch Staatskanzler Karl Renner und den Sowjetmarschall Konew wiedereröffnet. Die Brücke steht wie das nordöstlich gelegene Brückenwärterhaus unter Denkmalschutz.[3]

Im Jahr 2013 wurde der Straßenaufbau renoviert. Im Zuge der Hitzewelle desselben Jahres musste die Brücke neuerlich auf Grund der Hitzeschäden gesperrt werden. Grund waren Senkungen der Auflager.[4]

Im Juli 2014 wurde laut über einen Abriss der Brücke nachgedacht[5], obwohl sie unter Denkmalschutz steht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Reder: Der Wiederaufbau der Donaubrücke Stein-Mautern, in: Karl Reder (Hrsg.), Manfred Schovanec: Beiträge zur Stadtgeschichte von Mautern an der Donau 1918–1955, (Mautern) 2015, S. 369–386, ISBN 978-3-200-04023-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mauterner Donaubrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Donaubrücke Mautern. In: Structurae
  2. Niederösterreich Nachrichten: Brückenkopf: Kriegsschauplatz, auf dem nie gekämpft wurde; abgerufen am 21. Aug. 2014
  3. Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 6. Juni 2012 (PDF).
  4. Hitze: Mauterner Donaubrücke senkt sich auf ORF vom 7. August 2013 abgerufen am 8. August 2013
  5. ORF Niederösterreich abgerufen am 31. Juli 2014