Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Max-Planck-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Erlangen
Art der Forschung: Grundlagenforschung
Fächer: Physik
Fachgebiete: Optik, Photonik, Quantenphysik, Biophysik
Grundfinanzierung: Bund (50 %), Länder (50 %)
Homepage: www.mpl.mpg.de/de/institut/das-institut.html

Das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) ist ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Erlangen. Es verfolgt Grundlagenforschung in den Bereichen optische Messverfahren, optische Kommunikation, Quantenoptik, optische Materialien sowie Optik in Biologie und Medizin. Es entstand am 1. Januar 2009 durch die Umwandlung der 2004 zu diesem Zweck gegründeten Max-Planck-Forschungsgruppe für Optik, Information und Photonik der Universität Erlangen-Nürnberg. Das Institut umfasst derzeit drei Abteilungen.

Struktur[Bearbeiten]

Das Institut besteht aus bislang drei Abteilungen, jeweils unter der Leitung eines gleichberechtigten Direktors. Die Arbeit in den Abteilungen wird durch "Technologieentwicklungs- und Service-Gruppen" unterstützt. Außerdem arbeiten am MPL verschiedene Max-Planck-Forschungsgruppen. Am Institut ist zudem eine "International Max-Planck-Research-School for Optics and Imaging" angesiedelt, die der strukturierten Doktorandenausbildung dient. Das Institut arbeitet über die Universitäts-Professuren der Direktoren, über mehrere assoziierte Gruppen, sowie den Cluster of Excellence und Graduiertenschulen eng mit dem Institut für Optik und einzelnen Lehrstühlen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zusammen.

Abteilung Leuchs - „Optik und Information“[Bearbeiten]

Der Leiter ist Prof. Gerd Leuchs, dessen „Lehrstuhl für Optik“ in das Institut integriert wurde. Die Abteilung besteht aus 10 Arbeitsgruppen zu den Themenbereichen Quanteninformationsverarbeitung (QIV), Optische Kommunikation (OCOM), Interferenzmikroskopie und Nanooptik (InMik), 4-Pi-Photon-Atom-Kopplung (4PiPAC), Nichtlineare Optik und Nanophotonik (NONA), Optische 3D-Metrologie (OSMIN), Optisches Design und Mikrooptik (ODEM), Optische Quanteninformationstheorie (OQI), Quanteninformationstheorie (QIT), Theoretische Optik (OTG).

Abteilung Russell - „Photonik und neue Materialien“[Bearbeiten]

Leiter dieser 2005 gegründeten Abteilung ist Philip St. J. Russell. Die Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich neuer optischer Materialien, insbesondere photonischer Kristallfasern.

Abteilung Sandoghdar - „Nanophotonik und Plasmonik“[Bearbeiten]

Am 1. September 2010 wurde Prof. Vahid Sandoghdar zum Direktor einer neuen Abteilung ernannt. Mit seiner Ernennung wurde ihm eine Alexander-von-Humboldt-Professur an der Universität Erlangen-Nürnberg verliehen. Sandoghdar setzt am MPL seine bisherigen Arbeiten aus den Bereichen der Nanooptik, Biophotonik und Plasmonik fort. Er war zuvor Professor an der ETH Zürich.

Max-Planck-Forschungsgruppen[Bearbeiten]

Technologieentwicklungs- und Service-Gruppen[Bearbeiten]

  • TDSU 1: Mikro- und Nanostrukturierung
  • TDSU 2: Optische Technologien
  • TDSU 3: Faserherstellung und Glasstudio

Frühere Forschungsgruppen und Abteilungen[Bearbeiten]

  • Nachwuchsforschungsgruppe "Integrierte Quantenoptik" - Leitung: Christine Silberhorn
  • Forschungsgruppe "Nichtlineare photonische Nanostrukturen" - Leitung: Fabio Biancalana
  • Forschungsgruppe "Optische Quanteninformationstheorie" - Leitung: Peter van Loock
  • Max Planck Fellow Group - „Photonik und Präzisionsmessungen“ - Leitung: Lijun Wang

Organisation[Bearbeiten]

Das Institut ist eine Forschungseinrichtung der Max-Planck-Gesellschaft, zu dessen Direktoren mit dem Gründungsbeschluss die Leiter von Abteilung 1, Prof. Gerd Leuchs, sowie Abteilung 3, Prof. Philipp St. J. Russell, ernannt wurden. Das MPL ist das erste Institut der Max-Planck-Gesellschaft im nordbayerischen Raum.

Die Max-Planck-Forschungsgruppe für Optik, Information und Photonik war zunächst zur Vorbereitung und Evaluation 2004 eingerichtet worden und wurde von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verwaltet. Das Institut für Optik, Information und Photonik war der Naturwissenschaftlichen Fakultät I und im Speziellen der Fachgruppe Physik zugeordnet. Am 26. Juni 2008 beschloss der Senat der Max-Planck-Gesellschaft die Gründung des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts. Die Max-Planck-Forschungsgruppe wurde damit ab dem 1. Januar 2009 zum neuen Max-Planck-Institut.

Das Institut befindet sich hauptsächlich (in Gesellschaft vieler forschungsorientierter Unternehmen) auf dem Betriebsgelände „Forschungszentrum“ der Siemens AG in Erlangen. Die Siemens AG renovierte hierfür eines ihrer Gebäude und stellte es zur Verfügung. Weitere Teile des Instituts befinden sich am Physikum der Universität.

Am 31. März 2011 beschloss der Erlanger Stadtrat, dass der Neubau des Max-Planck-Instituts auf dem ehemaligen Exerzierplatz an der Staudtstrasse (in unmittelbarer Nachbarschaft zu Südgelände der Universität) gebaut werden darf. Vorausgegangen war ein Streit zwischen der Stadt Erlangen und Naturschützern, die die Existenz dieser aus ihrer Sicht einzigartigen Naturfläche in Gefahr sehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]

49.57666666666711.005555555556Koordinaten: 49° 34′ 36″ N, 11° 0′ 20″ O