Max Ringlstetter

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Max Ringlstetter (2007)

Max Josef Ringlstetter (* 1959 in München) ist ein deutscher Betriebswirtschaftler. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personal an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in München 1978 studierte Max Ringlstetter Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss das Studium 1985 als Diplom-Kaufmann ab. Während seines Studiums war er u. a. für Siemens tätig. Nach seinem Abschluss war er u. a. für McKinsey tätig. Von 1985 bis 1993 war er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Organisation unter der Leitung von Werner Kirsch tätig. An selbigem Institut wurde er 1987 zum Dr. rer. pol. promoviert. 1993 hat er sich am Seminar für Strategische Unternehmensführung (Leitung Werner Kirsch) zum Dr. rer. pol. habil. habilitiert. Seit 1993 ist Max Ringlstetter Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personal an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (WFI – Ingolstadt School of Management) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Max Ringlstetter ist Autor diverser Lehrbücher und wissenschaftlicher Publikationen zu verschiedenen Themen in den Bereichen (u. a.) Organisationstheorie, Strategisches Management, Professional Service Firms, Positives Management, etc. Die Kompetenzen des Lehrstuhls gliedern sich aktuell in die Kompetenzfelder Konzernentwicklung und Organisation, Humanressourcen-Management, Management und Strategien der Medienbranche, Management und Strategien von Professional Service Firms, Management und Strategien von Handelsunternehmen sowie Automobilmanagement.

Seit 1980 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Rheno-Franconia München.

Kompetenzfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Ringlstetter sieht eine seiner wesentlichen Aufgaben in der Entwicklung wissenschaftlich fundierter Lösungskonzepte für die Führungspraxis in Organisationen. Er unterscheidet zwischen zwei funktionalen (Organisation, Strategie und Konzernentwicklung sowie Humanressourcen-Management) und vier branchenbezogenen Forschungsschwerpunkten (Management und Strategien von Professional Service Firms, Medien-, Handels- und Automotive-Unternehmen).

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Organisation, Strategie und Konzernentwicklung“ betreut:

  • Michael Deeken (1996): Organisationsveränderungen und das Konzept der Mobilisierung
  • Michèle Morner (1996): Organisation der Innovation im Konzern
  • Axel Kniehl (1997): Motivation und Volition in Organisationen
  • Bernhard Steidl (1998): Synergiemanagement im Konzern
  • Christian Backmann (2000): Steuerung im Konzern
  • Ralf Wagner (2000): Wissensmanagement im Konzern
  • Arndt Brandenberg (2001): Anreizsysteme zur Unternehmenssteuerung
  • Jochen Oelert (2002): Internes Kommunikationsmanagement
  • Bernhard Resch (2004): Portfoliomanagement im Konzern
  • Michael Schuster (2005): Die Integration von Organisationen
  • Arnd Pölert (2006): Aktionärsorientierte Unternehmensführung
  • Johannes Fues (2009): Management auf Zeit in Deutschland
  • Christian Gebhardt (2011): An Institution Theory Approach to the Relationship between Organization and Society
  • Simone Kansy (2011): Wechselwirkung zwischen Organisation und Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Oliver Kohmann (2011): Strategisches Management von Universitäten
  • Timo C. Würz (2011): Corporate Stakeholder Communications
  • Gorazd Ocvirk (2012): Strategic Management of Market Niches

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Human Ressourcen Management“ betreut:

  • Frank Stetter (1998): Laufbahn und Karriere im Management
  • Janett Gauger (1999): Commitment-Management in Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Situation des Mittelmanagements
  • Alexandra Hein (1999): Führungskraft und Unternehmenserfolg
  • Markus Höllmüller (2001): Strategische Akquisition hochqualifizierter Nachwuchskräfte
  • Stephan Kaiser (2001): Entwicklung von Humanressourcen
  • Niclas Krauss (2001): Strategische Perspektiven eines Humanressourcen-Managements
  • Daniel Ebert (2005) Dispensation von Humanressourcen
  • Yasmin Fargel (2005): Management des Placements von Humanressourcen
  • Gordon Müller-Seitz (2007): Positive Emotionalität in Organisationen
  • Thomas Johann (2011): Authentische Führung
  • Anna K. Hildisch (2012): Zur Strategischen Integration der Personalabteilung

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Management und Strategien von Professional Service Firms“ betreut:

  • Bernd Bürger (2005): Aspekte der Führung und der Strategischen Entwicklung von Professional Service Firms
  • Tim Kampe (2010): Führung von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
  • Felix Schulze-Borges (2010): Performance in Professional Service Firms
  • Tilo Polster (2011): Innovationen in Beratungsunternehmen

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Management in der Medienindustrie“ betreut:

  • Anke Brack (2002): Das strategische Management von Inhalten in der Medienbranche
  • Andreas Spiegel (2006): Wachstumsstrategien in der Medienbranche
  • Philipp Bode (2009): Markenmanagement in Medienunternehmen
  • Susanne Knittel (2010): Artist-Management in Medienunternehmen

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Management in der Automobilindustrie“ betreut:

  • Alexander Reichhuber (2009): Strategie und Struktur in der Automobilindustrie
  • Sebastian O. Schömann (2010): Produktentwicklung in der Automobilindustrie
  • Johannes Dölle (2011): Lieferantenmanagement in der Automobilindustrie

Folgende Dissertationen hat Max Ringlstetter zum Kompetenzfeld „Management und Strategien von Handelsunternehmen“ betreut:

  • Thomas Salditt (2007): Netzwerkmanagement im Handel
  • Lars Lammers (2011): Strategische Bedeutung absatzgerichteter ECR-Kooperationen und organisatorische Implikationen eines herstellergerichteten Beziehungsmanagements zu ihrer Realisierung

Kontakte mit Unternehmenspraxis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erfahrung sammelte Max Ringlstetter nach seinem Abschluss zum Dipl.-Kfm. bei McKinsey. Von 1985 bis 1993 war er außerdem in der Beratung von Werner Kirsch tätig. Seit 1993 leitet er das Institut für Unternehmensentwicklung. Der enge Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sowie die tiefe Branchenkenntnis tragen dazu bei, dass weltweittätige Konzerne als auch klein- und mittelständische Unternehmen auf die Beratungsleistung von dem Institut für Unternehmensentwicklung regelmäßig zurückgreifen.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf dem Weg zu einem evolutionären Management. Konvergierende Tendenzen in der deutschsprachigen Führungs- und Managementlehre. München 1988.
  • Konzernentwicklung. Rahmenkonzepte zu Strategien, Strukturen und Systemen. München 1995.
  • Organisation von Unternehmen und Unternehmensverbindungen. Einführung in die Gestaltung der Organisationsstruktur. München, Wien 1997.
  • mit S. Kaiser: Humanressourcen-Management. München 2008.
  • mit B. Klein: Konzernmanagement. Strategien und Strukturen. Stuttgart 2010.
  • mit S. Kaiser, D. Eikhof und M. Cunha: Creating Balance?! International Perspectives on the Work-Life Integration of Professionals. Berlin 2010.
  • mit S. Kaiser: Strategic Management pf Professional Service Firms. Theory and practice. Berlin 2010.

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit A. Vizjak: Medienmanagement. Trends, Business-Modelle, Erfolgsfaktoren. Wiesbaden 2001.
  • Clicks in E-Business. Perspektiven von Start-Ups und etablierten Konzernen. München, Wien 2001.
  • mit H. Henzler und M. Mirow: Perspektiven der Strategischen Unternehmensführung. Theorien, Konzepte, Anwendungen. Werner Kirsch zum 65. Geburtstag. Wiesbaden 2003.
  • mit A. Vizjak: Media Management. Leveraging Content for Profitable Growth. Berlin, Heidelberg 2003.
  • mit B. Bürger und S. Kaiser: Strategien und Management für Professional Service Firms. Weinheim 2004.
  • mit F. Kröger und A. Vizjak: Wachsen in Nischen. 9 Strategien in der globalen Konsolidierung. Weinheim 2006.
  • mit S. Kaiser und G. Müller-Seitz: Positives Management. Zentrale Konzepte und Ideen des Positive Organizational Scholarship. Wiesbaden 2006.
  • mit K. Dölken, K. Homann, O. Werner und B. Wolff: Ad omne opus bonum paratus… Ethische Grundlagen und dynamische Ansätze zur Gestaltung einer modernen Gesellschaft. Magdeburg 2008.
  • mit S. Kaiser: Work-Life Balance: Erfolgsversprechende Konzepte und Instrumente für Extremjobber. Berlin 2010.

Beiträge in referierten Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit K. Obring: Strategisches Beteiligungscontrolling im Konzern. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft. 62, 1992, S. 1303–1323.
  • mit D. Knyphausen: Ansatzpunkte zur Beschreibung und Veränderung von Wettbewerbsstrukturen. In: Zeitschrift für Planung. Heft 2, o. Jg. (1992), S. 125–144.
  • mit P. Skrobarczyk: Die Entwicklung internationaler Strategien. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft. 64, 1994, S. 333–357.
  • Praxisorientiertes Projektstudium. Konzepte und Erfahrungen. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft. Sonderheft, 1994, S. 195–206.
  • mit A. Kniehl: Professionalisierung als Leitidee eines Humanressourcen-Managements. In: H. Wächter, T. Metz (Hrsg.): Professionalisierte Personalarbeit? Perspektiven der Professionalisierung des Personalwesens. Sonderband der Zeitschrift für Personalforschung. München, Mering 1995, S. 139–161.
  • mit M. Schuster: Organisatorischer Wandel als betriebswirtschaftliches Forschungsfeld. In: Die Betriebswirtschaft. 61, 2001, S. 349–369.
  • mit S. Kaiser und G. Müller-Seitz: Der Beitrag eines flexibilitätsorientierten Humanressourcen-Managements in Unternehmenskrisen: Eine kritische Betrachtung. In: Zeitschrift für Personalforschung. 19/3, 2005, S. 252–272.
  • mit S. Kaiser, P. Bode und T. Salditt: Die Krise in der Musikindustrie – Handlungsoptionen für eine Rückkehr zum profitablen Geschäft. In: Medien Wirtschaft. 2(3), 2005, S. 106–115.
  • mit S. Kaiser und G. Müller-Seitz: Der Einfluss der Kundenzufriedenheit auf die Mitarbeiterzufriedenheit bei Professional Service Firms. In: Zeitschrift für Management. 1(4), 2006, S. 308–342.
  • mit T. Kampe: Rezension zu Joachim Hasebrook: Kompetenzkapital. Verbindungen zwischen Kompetenzbilanzen und Humankapital. In: Zeitschrift für Personalforschung. 21(3), 2007, S. 322–323.
  • mit S. Kaiser und M. Stolz: Weiches thema in einer harten Branche. In: Personalwirtschaft. Magazin für Human Resources. Heft 12, 2008, S. 57–59.
  • mit S. Kaiser, C. Reindl und M. Stolz: Die Wirkung von Work-Life Balance Initiativen auf das Mitarbeitercommitment. Eine empirische Untersuchung in der Unternehmensberatungsbranche. In: Zeitschrift für Personalforschung. Band 24, Heft 3, 2010, S. 231–265.
  • mit G. Müller-Seitz, S. Kansy und S. Kaiser: The motivation of bloggers for organisational knowledge sharing and creation: a comparative case study to identify contingency factors influencing motivation. In: International Journal of Knowledge Management Studies. Band 4, Heft 1, 2010, S. 80–108.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]