Max Zwicknagl

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Max Zwicknagl (* 6. Juli 1900 in Rott am Inn; † 10. Januar 1969 ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Politiker (BVP, CSU).

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Zwicknagl war ein Sohn des Landgerichtsarztes Obermedizinalrat Dr. Max Zwicknagl und dessen Ehefrau Anna. Annas Vater war Georg Kaiser, Besitzer einer Brauerei und eines Gutshofs in Rott.

Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium im Kloster Ettal nahm Zwicknagl ein Studium der Nationalökonomie in München und Würzburg auf, welches er 1924 mit der Promotion beendete. Seit 1921 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Rheno-Franconia München. Er war von 1924 bis 1926 Syndikus des Wirtschaftsbeirats der BVP und 1926/27 Geschäftsführer der deutsch-österreichischen Handelskammer in Wien. 1928 übernahm er die großelterliche Brauerei und den Gutshof in Rott am Inn. 1939/40 sowie 1944/45 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt als Unteroffizier.

Zwicknagl war 1952/53 Leiter der Dienststelle für besondere Versorgungsaufgaben (DbV) im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Von 1956 bis 1962 war er deutscher Konsul in Innsbruck. 1928 heiratete er Ilse Klöckner (1905–1985) aus Hamburg. Aus dieser Ehe gingen die drei Töchter Marianne (1930–1984), Brigitte (geb. 1931) und Renate (geb. 1944) hervor. Marianne heiratete 1957 den späteren CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwicknagl war während der Zeit der Weimarer Republik Mitglied der BVP. Nach dem Kriegsende war er Mitbegründer der CSU in Wasserburg am Inn.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwicknagl war Kreistagsmitglied des Kreises Wasserburg und dort seit 1946 Vorsitzender der CSU-Fraktion. Er gehörte von Dezember 1946 bis März 1948 dem bayerischen Landtag an und war 1948/49 Mitglied des Wirtschaftsrats der Bizone.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. Dezember 1959 wurde ihm der Bayerische Verdienstorden verliehen; in der Staatsanzeiger-Veröffentlichung ist die Tätigkeit als Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Innsbruck genannt.