Rott am Inn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rott a.Inn
Rott am Inn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rott a.Inn hervorgehoben

Koordinaten: 47° 59′ N, 12° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Rott am Inn
Höhe: 481 m ü. NHN
Fläche: 19,57 km2
Einwohner: 4098 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 209 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83543
Vorwahl: 08039
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 170
Gemeindegliederung: 32 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kaiserhof 3
83543 Rott a.Inn
Website: rottinn.net
Erster Bürgermeister: Daniel Wendrock[2][3] (parteilos)
Lage der Gemeinde Rott a.Inn im Landkreis Rosenheim
Chiemsee (Gemeinde)Chiemsee (Gemeinde)ChiemseeÖsterreichLandkreis AltöttingLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinRosenheimRotter Forst-SüdRotter Forst-NordAlbachingAmerangAschau im ChiemgauBabenshamBad AiblingBad EndorfBad FeilnbachBernau am ChiemseeBrannenburgBreitbrunn am ChiemseeBruckmühlEdlingEggstättEiselfingFeldkirchen-WesterhamFlintsbach am InnFrasdorfGriesstättGroßkarolinenfeldGstadt am ChiemseeHalfingHöslwangKiefersfeldenKolbermoorNeubeuernNußdorf am InnOberaudorfPfaffing (Landkreis Rosenheim)Prien am ChiemseePruttingRamerbergRaublingRiederingRimstingRohrdorf (am Inn)Rott am InnSamerbergSchechenSchonstettSöchtenauSoyenStephanskirchenTuntenhausenVogtareuthWasserburg am InnKarte
Über dieses Bild

Rott am Inn (amtlich Rott a.Inn) ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Rott am Inn.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rott am Inn liegt im Landkreis Rosenheim in Oberbayern, auf halbem Weg zwischen Rosenheim und Wasserburg am Inn am Rand des Inngrabens.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 32 Ortsteile:[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfaffing Ramerberg
Emmering Kompass Griesstätt
Rotter Forst-Nord
(gemeindefreies Gebiet)
Schechen

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima des südbayerischen Alpenvorlandes zeichnet sich durch einen merklichen kontinentalen Einschlag aus. Das bedeutet neben einer ergiebigeren Niederschlagstätigkeit im Sommer auch zahlenmäßig geringeres Auftreten eines Wetterumschlags, größere Häufigkeit von Hochdrucklagen mit östlicher Luftzufuhr, Letzteres vor allem im Winterhalbjahr. Doch werden noch ca. 60 % der Sonnenscheindauer im Sommer an Tagen mit ergiebigen Gewitterschauern erreicht, die dann aber meist den Abschluss eines vorher schönen Tages bilden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rott am Inn

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rott am Inn ist benannt nach dem Flüsschen Rott, das östlich von Feldkirchen in den Inn mündet. Die Urkundenform „ad Rota“ (769) und „flumen qui dictur Rota“ (773), sowie die mundartliche Form Roud verweisen auf „Rotaha“, was so viel wie „roter Bach“ bedeutet. 1081 wird die Gründung des Klosters urkundlich erwähnt. Abt Benedikt II. (1757–1776) ließ anstelle der romanischen Basilika eine neue Klosterkirche erbauen. Jahrhundertelang war die Benediktinerabtei Rott am Inn eines der geistigen Zentren Altbayerns. Nach der Säkularisation verlor der Ort an Bedeutung. 1850 wurde die frühere Klosterbrauerei von Georg Kaiser erworben, deren Geschäftsleitung 1956 von Marianne Strauß übernommen wurde.[5]

Durch die Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf wurde Rott am Inn am 1. Mai 1876 an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1882 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Feldkirchen eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3006 auf 4067 um 1061 Einwohner bzw. um 35,3 %.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

77 % der Einwohner sind katholisch, 7 % evangelisch.[7] Die Katholiken gehören der Pfarrei St. Peter und Paul im Erzbistum München und Freising mit der Pfarrkirche St. Marinus und Anianus und der Filialkirche Unsere Liebe Frau (Feldkirchen) an. Die Lutheraner sind der Kirchengemeinde Wasserburg am Inn der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl 2020 ergab folgende Stimmenanteile und Sitzverteilung:[8]

  • CSU: 33,4 % (5 Sitze)
  • SPD: 8,6 % (ein Sitz)
  • Bürger für Rott: 46,5 % (8 Sitze)
  • Rotter Forum: 11,5 % (2 Sitze)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Gde. Rott am Inn
Blasonierung: „In Rot über grünem Dreiberg zwei mit blauen Spitzhelmen bekrönte und unten verbundene silberne Türme, denen ein silberner Querfluss unterlegt ist.“[9]

Erläuterung: Die beiden Türme als Hauptfigur des Wappens entsprechen einem erstmals im Jahre 1358 nachgewiesenen Siegel der ehemaligen Benediktinerabtei. Der grüne Dreiberg im Schildfuß weist auf die erhöhte Lage von Ort und Kloster über dem Inntal hin. Das den Türmen unterlegte silberne Band versinnbildlicht den Fluss Inn.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftliche Grundlage ist die Landwirtschaft und eine Anzahl gut fundierter Gewerbebetriebe.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Rott am Inn

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Josef Strauß (1915–1988), ehem. bayerischer Ministerpräsident, in Rott am Inn beerdigt
  • Gottfried Hain, Gönner der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rott am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Der Bürgermeister. Gemeinde Rott am Inn, abgerufen am 17. Oktober 2020.
  3. Renate Drax: Daniel Wendrock übernimmt in Rott! 15. März 2020, abgerufen am 1. Mai 2020.
  4. Rott a.Inn. In: Bayerische Landesbibliothek Online. Abgerufen am 20. Februar 2018.
  5. https://www.rottinn.de/id-769-1999.html
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 589.
  7. Zensus 2011
  8. Gemeinderatswahl Rott a. Inn 15. März 2020, Amtliches Endergebnis. 9. April 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Rott am Inn in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte