Mela Köhler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Melanie Leopoldina Köhler (* 18. November 1885 in Wien; † 15. Dezember 1960 in Stockholm), verh. Broman war eine Malerin, Grafikerin, Illustratorin, Aquarellistin und war eine Mitarbeiterin der Wiener Werkstätte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mela Köhler ging zwei Jahre zur Malschule Hohenberger[1] und wurde an der Wiener Kunstgewerbeschule als Schülerin von Koloman Moser und Bertold Löffler ausgebildet.[2] Anschließend war sie freischaffende Künstlerin.[2] Bereits während ihrer Schulausbildung wurde Werke von ihr veröffentlicht, zum Beispiel im The Studio.[3] Sie entwarf Ansichtskarten für Wiener Werkstätte und für die Verlage Kohn und Munk,[3] hauptsächlich als Modedarstellungen. Außerdem war sie Mitarbeiterin an der Zeitschrift Wiener Mode und arbeitete für die illustrierten Märchenbücher des Konegen Verlags.[3][1] Sie entwarf außerdem Designgrafiken für Bahlsen.[3] Um etwa 1934 ist sie nach Schweden emigriert.[2]

Sie war Malerin, Grafikerin, Illustratorin und Aquarellistin. Mela studierte zwei Jahre Kunst an der Malschule Hohenberger und 1908–1912 an der Wiener Kunstgewerbeschule in Wien bei Koloman Moser und Bertold Löffler. Sie studierte auch Kunstreisen nach Paris, Deutschland und London. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als freischaffende Künstlerin, bevor sie an die Wiener Werkstätte wechselte, wo sie Postkarten, Modeillustrationen und Märchenillustrationen schuf.

Sie arbeitete für die Spielzeit 1916–1917 an der Oper Hannover, wo sie zusammen mit Fanny van der Verlde Theaterkostüme schuf. Sie zog 1931 nach Schweden und heiratete ein Jahr später. Sie wurde beauftragt, Kostüme für das Oscar-Theater in Stockholm zu zeichnen und nahm mit Kostümskizzen an Kunstausstellungen in Liljevalchs Kunsthalle teil. Ihre Kunst besteht aus Figurenkompositionen in Aquarellen und persönlichen Porträts von Frauen und Kindern sowie Feiertagsmerkmalen. Neben ihrer eigenen Kreation illustrierte sie Bücher und schuf Postkarten mit Motiven aus Fredmans Briefen sowie Zeichnungskostüme für Theater- und Ballettsets. Die illustrierten schwedischen Bücher waren die Sommerreise von Astrid Wigardt und ihr eigenes Buch Als Oma klein war.

Im Jahr 2018 wurde in Wien-Donaustadt (22. Bezirk, Seestadt Aspern) die Mela-Köhler-Straße nach ihr benannt.

  • 1908 Ausstellung der Kunstgewerbeschule, London[1]
  • 1909 Kunstschau[1]
  • 1910 entwirft Mela Koehler das Druckstoffmuster" Geisha" ausgeführt durch die Firma G. Ziegler, Wien; Bremges & G; Finkh & Co <L. Sachs
  • 1913 Werkbundausstellung[1]
  • 1915 Modeausstellung[1]
  • 1912 ist Mela Koehler für das Journal " Die blaue Laterne" tätig
  • 1912 erhielt Mela Koehler vom Museum für Kunst und Industrie in Wien ein Stipendium aus dem Rothschild Fond um in Paris studieren zu können >A. Apelt
  • 1913 malt der Künstler Hans Strohofer Mela Koehler
  • 1916 arbeitet Mela Koehler für die Keksfabrik Bahlsen in Hannover mit Entwürfen für Geschenkverpackungen, Mela Koehler ist Mitglied im Deutschen und Österreichischem Werkbund
  • 1916 entwirft Mela Koehler ein Modell für Emelie Flöge
  • 1916–17 arbeitet sie an Bühnenentürfen an der Oper in Hannover, zusammen mit Fanny van der Verlde >A. Apelt
  • 1920 steht Mela Koehler im Briefwechsel mit der amerikanischen Zeitschrift" Vogue" mit Mrs. Chase < A. Apelt
  • 1921 Arbeiten für den Österreichischen Schulbuchverlag
  • 1922 Freie Mitarbeiterin bei den Verlagen Konegens, Brüder Kohn, Verlag Rosenberger, Munk Verlag, Karten mit Motiven des Judentums und Mitarbeiterin für die Zeitschrift" Wiener Mode"
  • 1926 Reise nach London um über Entwürfe für das geplante Kinderbuch mit Gedichten von Ruth Bedford zu diskutieren, " Fairies and Fancies" > A. Apelt
  • 1927 nimmt sie an einer Ausstellung in Budapest teil.> A. Apelt
  • 1927 Briefwechsel mit dem Direktor der Königlichen Kunstakademie in Stockholm, Herr Anselm Schultzberg > A. Apelt
  • 1929 erscheint in Zusammenarbeit mit der australischen Schriftstellerin Ruth Bedford und dem Verlag A.&C. Black London dieses Buch > A. Apelt
  • 1930 zahlreiche Buchillustrationen erscheinen für die Kinderbuchreihe; Immer beweglich" Volksmärchen aus aller Welt
  • 1931 Immigration nach Schweden, Stockholm > A. Apelt
  • 1932 heirat in Stockholm > A. Apelt
  • 1934 arbeitet Mela Koehler-Broman am "Oscar" Theater in Stockholm, sie entwirft Kostüme für das Stück, " Der Ball im Savoy" welches 1932 in Berlin Uraufgeführt wurde, 1934 in Stockholm " Oscar teater" <. A. Apelt
  • 1934 Ausstellung an der Liljevals Konsthall in Stockholm( Ulla)Kohler-Broman, sie wurde versehentlich mit diesem Namen ULLA bezeichnet. < A. Apelt
  • 1935 illustriert sie das Kinderbuch "Sommarresan" von Astrid Wigardh, welchen beim Buchverlag der Schwedischen Kirche ("Svenska kyrkans Diakonistyrelsenes Bokförlag"), erscheint > A. Apelt
  • 1936 erscheint im Verlag Albert Bonnier Stockholm das Kinderbuch "När Mormor var liten" < A. Apelt, dieses erschien im englischsprachigen Raum unter dem Titel "When grandma was a lile girl" > A. Apelt
  • 1937 wird dieses Buch mit dem Text von Jan Struther unter dem Titel "When Grandmamma was small" bei dem Verlag Methuen & Co. in London > A. Apelt
  • 1946 erscheint das Buch beim Verlag Duell, Sloan & Paerce, in New York.> A. Apelt
  • 1940 illustriert Mela Koehler-Broman Karten mit Motiven von C.M. Bellmans Episteln und Wennerbergsserier für den Verlag "Sagokonst" Stockholm

> Angela Apelt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • G. Fanelli, E. Godoli: Art Nouveau Postcards, Rizzoli, New York 1987, S. 347
  • KOEHLER, Mela. In: Günter Formery: Das große Lexikon der Ansichtskarten: eine Enzyklopädie der Philokartie, Phil Creativ, Schwalmtal 2018, ISBN 978-3-928277-21-1, S. 178

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Werner J. Schweiger: Wiener Werkstätte. Kunst und Handwerk 1903–1932, Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1995, ISBN 3-86047-211-9, S. 263
  2. a b c Mela Köhler, verh. Broman. In: Hans Dichand (Hrsg.), Michael Martischnig: Jugendstilpostkarten, Harenberg Kommunikation GmbH Dortmund, S. 166
  3. a b c d G. Breuer, J. Meer (Hrsg.): Women in Graphic Design 1890–2012, Jovis, Berlin 2012, ISBN 978-3-86859-153-8, S. 486–487