Membranbau

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Water Cube in Beijing- Membranbau mit 100 Tonnen ETFE-Folien

Unter Membranbau versteht man den Bau mit Membran-Materialien als Baustoff. Damit sind hautartige, d.h. dünne flächige Materialien gemeint, die leicht plastisch verformbar sind und statisch nur auf Zug beanspruchbar sind, nicht aber auf Druck. Membrane können dabei unterschiedlich beschaffen sein, sie können insbesondere Folien sein oder (beschichtete oder unbeschichtete) Textilien (Gewebe, Gewirke und andere flächtige textile Materialien), z.B. Polyestergewebe mit PVC-Beschichtung, Glasfasergewebe mit PTFE-Beschichtung, PVC-Foil, ETFE-Folie. Im traditionellen Zeltbau wurden auch Tierhäute bzw. Leder und Felle als Membranen verwendet.

Die Begriffe Membranbau und Textile Architektur werden im Fachdiskurs oft nahezu synonym verwendet. Von der Wortherkunft unterscheiden sie sich aber. So sind Membranen, die aus faserfreier Folie oder Leder bestehen, im strengen Wortsinn keine Textilien, und umgekehrt kann man Seilnetze zwar der Textilen Architektur, nicht aber den Membranen zurechnen.

Die Anwendungsgebiete des Membranbaus ist vielfältig, oft finden Membrane Verwendung bei Temporärer Architektur, bei weitspannenden Dächern, zum Beispiel für Flugdächer (über Stadien, Tankstellen etc.) sowie Dächer über Hallen und bei pneumatischen Konstruktionen (z.B. Traglufthallen).

Ein prominentes Beispiel von ETFE-Membranbau ist die Allianz Arena in München. Ein anderes Beispiel, der Water Cube in Beijing, ist berühmt für eine gesamte Hülle aus mehrlagigen ETFE-Kissen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]