Menhir da Meada

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Koordinaten: 39° 29′ 46″ N, 7° 26′ 44″ W

Karte: Portugal
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Menhir da Meada
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Portugal

Der 1995 restaurierte und wieder aufgerichtete Menhir da Meada (auch de Meada) ist von der Straße von Castelo de Vide nach Portalegre im Osten des Distrikt Portalegre im Alentejo in Portugal ausgeschildert. Er liegt 10 km nördlich von Castelo de Vide rechts der Straße nach Póvoa de Meada, in der Flur "Tapada do Cilindro", deren Name auf den Monolithen weist. Mit 7,15 m Höhe und etwa 16 t Gewicht ist der Menhir da Meada der größte auf der Iberischen Halbinsel. Sein Durchmesser beträgt an der dicksten Stelle 1,25 m.

Er besteht aus porphyrischem, grobkörnigem Granit, der in der Gegend ansteht, und war vor der Restaurierung etwa 1,2 m über dem Boden abgebrochen. Der Stumpf steckte noch 0,35 m im Boden und war mit Lehm und Steinen verkeilt. Die Verkeilung erwies sich allerdings als ungenügend, um den zusammengesetzten und aufgerichteten Menhir zu konsolidieren. Man geht davon aus, dass der Boden hier ursprünglich höher anstand und ein Steinring, auf den vereinzelte Blöcke hindeuten, die man bei der Ausgrabung fand, das Monument umgab.

Der Menhir von Meada steht auf der geologischen Grenze zwischen Granit und Schiefer und gehört zu vier weiteren Menhiren, die diese Grenze markieren. Sie stehen auf den Höhen und haben untereinander Sichtverbindung. Granit- und Schiefergebiete weisen unterschiedlichen Bewuchs auf. Da sie deshalb Ackerbau oder Viehzucht betreibende Bevölkerungen bedingen könnten, deutet man die Menhire als Grenzmarken zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen während der Megalithkulturzeit. Die ältesten Menhire wurden in Portugal zwischen 5000 und 4000 v. Chr. aufgestellt. Das Alter dieses Menhirs ist unklar.

Funde in den oberen Schichten der Grabung weisen auf römische Präsenz (Tegulae), zu einer Zeit, als der Menhir bereits umgestürzt war und seine ursprüngliche Bedeutung eingebüßt hatte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Oliveira, P. Sarantopoulos, C. Balesteros: In: A Cidade de Évora. Boletim da Comissão Muncipal de Turismo 2 Serie 1 1995. S. 287-329
  • A. P. Santos: Monumentos megalíticos do Alto Alentejo 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]