Merinolandschaf

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Das Merinolandschaf (oder Württemberger[1]) zählt zur Rasse der Merinoschafe. Es ist mit etwa 30 % des Schafbestandes[2] das am häufigsten gezüchtete Nutzschaf Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Merinoschafe stammen von den Berbern in Nordafrika und kamen im 12. Jahrhundert nach Spanien. Ausgangspunkt der Zucht von Merinoschafen in Deutschland bildete der Import wanderfähiger, spanischer Feinwollschafe namens Ovejas merino um 1765 nach Deutschland (Sachsen).[3] Dort wurden sie aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften mit einigen Landschafrassen gekreuzt. Und es entstanden im Wesentlichen drei Rassen:

Zum Einen sind die Merinolandschafe wegen ihrer feinen und schnell wachsenden Wolle beliebte Wolllieferanten. Andererseits sind sie sehr widerstandsfähig und haben eine hohe Gewichtszunahme bei hoher Aufzuchtrate, was eine wirtschaftliche Lammfleischproduktion erlaubt.

Zuchtziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuchtziel ist damals wie heute ein möglichst widerstandsfähiges, geländetaugliches und fruchtbares Woll- und Fleischschaf zu züchten.

Die Wollleistung beträgt beim Bock 6,5 bis 7,5 Kilogramm Schweißwolle, beim Mutterschaf sind es zwischen 4,0 und 4,5 Kilogramm. Die Wollfeinheit liegt bei 26–28 Mikrometer. Die Ausbeute liegt bei etwa 50 %.

Die Mastleistung liegt bei Böcken zwischen 130 und 160 Kilogramm und reicht bei Mutterschafen von 70 bis 100 kg. Die tägliche Zunahme liegt zwischen 400 und 450 Gramm und die Schlachtausbeute bei 50 %.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. Fischer: Deutsche Schafrassen. In: K. Strittmatter, A. Fischer, K.-H. Kaulfuß, G. Nitter, H. Puls (Hrsg.): Schafzucht. Ulmer, Stuttgart 2003, S. 88–118.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Merinolandschaft. (pdf; 90 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, ehemals im Original; abgerufen am 22. Februar 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.lfl.bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Katharina Seuser, Klaus Dittrich: Merinolandschaf. (Nicht mehr online verfügbar.) In: aid infodienst. Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V., archiviert vom Original am 9. November 2011; abgerufen am 22. Februar 2010. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.aid.de
  3. Knut Strittmatter: Die Feinwollrasse Merinofleischschaf in Deutschland - Stand und Probleme. In: Archiv Tierzucht. Band 47. Dummerstorf 2004, S. 25–35 (pdf). pdf (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/arch-anim-breed.fbn-dummerstorf.de