Mesenbusen

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Mesenbusen
Der Mesenbusen auf einer Karte des Weißen Meeres

Der Mesenbusen auf einer Karte des Weißen Meeres

Gewässer Weißes Meer
Landmasse Osteuropa
Geographische Lage 66° 45′ N, 43° 30′ OKoordinaten: 66° 45′ N, 43° 30′ O
Mesenbusen (Föderationskreis Nordwestrussland)
Mesenbusen
Breite 97 km
Tiefe 105 km
Größte Wassertiefe 25 m
Inseln Morschowez-Insel
Zuflüsse Mesen
Topografische Karte des Mesenbusens

Topografische Karte des Mesenbusens

Der Mesenbusen (russisch Мезенская губа, Mesenskaja guba, auch Mesenbucht) ist eine Meeresbucht des Weißen Meeres in Nordwestrussland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mesenbusen ist neben dem Dwinabusen, dem Onegabusen und der Kandalakschabucht eine der vier großen Buchten des Weißen Meeres. Der Busen liegt zwischen der Westküste der Kanin-Halbinsel und dem südlich gelegenen Festland, im äußersten Osten des Weißen Meeres. Er ist 105 Kilometer lang und 97 Kilometer breit und erstreckt sich vom Mündungsdelta des Flusses Mesen bis zu dem in ihm liegenden Morschowez-Eiland. Neben dem Mesen mündet auch der Fluss Kuloi in den Mesenbusen.[1]

Die Wassertiefe des Mesenbusens liegt zwischen 5 und 25 Metern. Der Tidenhub beträgt bis zu 10 Meter und ist damit der größte des Weißen Meeres.[2] Auf Grund des großen Tidenhubes wurde versucht, ein Gezeitenkraftwerk in der Bucht zu errichten. Das Projekt wurde bisher nicht realisiert.[3] Der Mesenbusen friert im Winter für mehrere Monate zu.[1]

Administrativ gehört der Mesenbusen zur Oblast Archangelsk und dem Autonomen Kreis der Nenzen. Der südliche und westliche Küstenabschnitt des Busens wird als Abramowski bereg (Абрамовский берег) bezeichnet und ist Teil des Rajons Mesen der Oblast Archangelsk. Der zur Kanin-Halbinsel gehörige östliche Küstenabschnitt des Mesenbusens wird als Konuschinski bereg (Конушинский берег) bezeichnet und gehört zum Autonomen Kreis der Nenzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Ufern des Mesenbusens siedelte ursprünglich das Volk der Pomoren, welches das Gebiet für die Fischerei, den Walfang und den Robbenfang nutzte. Bei schlechten Wetterbedingungen diente das Morschowez-Eiland den Fischern als Rettungsort, um dem Heraustreiben auf das offene Meer zu entgehen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel Mesenbusen in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D75113~2a%3D~2b%3DMesenbusen
  2. Artikel Weißes Meer in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (russisch), überprüft am 9. Januar 2012
  3. Artikel Jahrhundertprojekt: Das Mesener Gezeitenkraftwerk (Проект века: Мезенская приливная электростанция) in der Zeitung Energetika i promyschlennost Rossii, 7. März 2001 (russisch), überprüft am 9. Januar 2012
  4. Artikel Hängen bleiben in Morschowez (Зацепились за Моржовец) auf der offiziellen Webpräsenz der Russischen Geografischen Gesellschaft (Memento vom 23. Oktober 2013 im Internet Archive) (russisch), überprüft am 9. Januar 2012