Michel Bergmann

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Michel Bergmann bei einer Lesung auf dem Erlanger Poetenfest 2011

Michel Bergmann (* 1945 in Basel[1]) ist ein schweizerisch-deutscher Regisseur, Filmproduzent, Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergmann wurde als Kind internierter jüdischer Flüchtlinge in der Schweiz geboren. Seine Mutter stammte aus Zirndorf. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er mit seiner Familie in Paris und Frankfurt am Main, wo er eine Ausbildung bei der Frankfurter Rundschau absolvierte und anschließend als freier Journalist tätig wurde. Später wechselte er in die Filmbranche und arbeitet seither als Regisseur, Produzent und vor allem Drehbuchschreiber für Film und Fernsehen. Hallo Onkel Doc, Otto – Der Katastrofenfilm, Hagedorns Tochter, Bis dass dein Tod uns scheidet, My Lovely Monster, Polizeiruf 110, Unter Verdacht, SOKO Wismar etc. Daneben schrieb er Beiträge für Printmedien und verschiedene Anthologien.

2010 brachte er seinen ersten Teil einer Roman-Trilogie unter dem Titel Die Teilacher heraus, der auf humorvolle Art die Nachkriegsgeschichte der Frankfurter Juden thematisiert. Der Roman war ein großer Erfolg und wurde ab 2016 von Sam Garbarski (Irina Palm) als Deutsch-Luxemburgisch-Belgische-Coproduktion verfilmt. 2017 wurde der Film unter dem Titel Es war einmal in Deutschland… auf der Berlinale uraufgeführt. Basierend auf Die Teilacher und der Fortsetzung Machloikes kam der Film anschließend in die Kinos und wurde in 37 Länder verkauft. Bergmann war hieran als Drehbuchautor beteiligt.

Die Roman-Fortsetzung Machloikes erschien im September 2011. Deren Fortsetzung Herr Klee und Herr Feld erschien 2013. Gemeinsam mit Anke Apelt schrieb er den historischen Roman Die Ärztin unter dem Pseudonym Anke Michel, erschienen 2010 als Taschenbuch beim Aufbau-Verlag. 2014 veröffentlichte er in Alles was war seine Kindheitserinnerungen. In seinem Kurzroman Weinhebers Koffer (2015) rekonstruiert Bergmann eine Lebensgeschichte und beleuchtet dabei sowohl die Umstände der Entstehung des Staates Israel als auch den Konflikt zwischen Israel und Palästina. 2021 erschien sein erster Kriminalroman beim Heyne-Verlag Der Rabbi und der Kommissar – Du sollst nicht morden als Auftakt einer Reihe.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michel Bergmann. Biografie. In: michel-bergmann.de. Abgerufen am 17. November 2021.
  2. Sibylla von Suden: Drehbuch-, Hochschulfilm- und Spielfilmpreis. In: weltexpresso.de. 23. Oktober 2016, abgerufen am 9. März 2019.