Michelina De Cesare

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Michelina De Cesare
Leiche De Cesares

Michelina De Cesare (auch: Di Cesare; * 28. Oktober 1841 in Caspoli, Königreich beider Sizilien; † 30. August 1868 in Mignano Monte Lungo) war eine bekannte Brigantessa und Geliebte des Bandenchefs Francesco Guerra.

Sie wurde in Caspoli, einem Ortsteil von Mignano Monte Lungo, in armen Verhältnissen geboren und hatte einen Bruder.[1]

Im Jahr 1861 heiratete Michelina De Cesare einen gewissen Rocco Zenga, der im Jahr darauf starb. Im selben Jahr lernte sie Francesco Guerra kennen, einen fahnenflüchtigen ehemaligen Soldaten, der sich der Bande des Rafaniello (alias Domenicangelo Cecchino) angeschlossen hatte und seit dessen Tod 1861 deren Anführer war. Nach Aussagen der Briganten Ercolino Rasti 1863 und Domenico Compagnone 1865 heirateten De Cesare und Guerra heimlich. Die Bande umfasste 21 Mitglieder, und Michelina De Cesare spielte darin wohl eine führende Rolle.

Sie wurde erschossen, als Guerras Bande nahe Monte Morrone (Mignano) in die Hände piemontesischer Jäger fiel.[2] Ihre Leiche wurde zur Abschreckung öffentlich zur Schau gestellt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maurizio Restivo: Ritratti di brigantesse. Hrsg.: http://www.lacaita.com/prestige/543-ritratti-di-brigantesse.html. 1997, S. 200.
  2. Augsburger Postzeitung vom 10. September 1868, S. 1669 (Volltext in der Google-Buchsuche).
  3. Gigi Di Fiore: Controstoria dell'Unità d'Italia. Fatti e misfatti del Risorgimento. Rizzoli, Mailand 2007, ISBN 978-88-17-01846-3, S. 225.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Michelina de Cesare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien