Mike Bartel

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Mike Bartel (* 11. Januar 1962 in Pforzheim; † 2. Februar 2017) war Journalist und Schriftsteller.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartel verließ 1980 das Gymnasium des Bildungszentrums Königsbach (Enzkreis) mit der Mittleren Reife, um ein Volontariat bei den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) zu machen. Seit 1986 arbeitet er in der Redaktion des Pforzheimer Kuriers, einer Lokalausgabe der BNN. Mit der schriftstellerischen Arbeit begann Bartel 1996. Er schreibt Satiren, Glossen und unernste Lyrik. 1998 wurde er mit dem Förderpreis des Kunstministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Jahr 1998 erschien auch sein erstes Buch mit dem Titel „Fräulein Müllers Gespür für genmanipulierte Gartenzwerge“. Zu weiteren Büchern gesellten sich im Laufe der Zeit etliche Veröffentlichungen in Zeitungen (Süddeutsche Zeitung, taz, Eulenspiegel) im Rundfunk (SWR2), in Zügen der Deutschen Bahn und auf Toilettenpapier. Bartel veröffentlichte 2002 als Erster Bücher (mit ISBN) in Form von Toilettenpapier, die so genannte Klopapier-Literatur. Bald darauf kehrte er aber wieder zu Buchveröffentlichungen in herkömmlicher Form zurück. Bartel war Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS).

Der Redaktionsleiter des Pforzheimer Kurier starb nach kurzer schwerer Krankheit mit 55 Jahren. Er hinterließ seine Frau und seine beiden Töchter.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 berichtete Henryk M. Broder von einer „Folter“-Lesung in Berlin, an der Bartel teilnahm;[2] Bartel nannte den Journalisten daraufhin ein „Weichei“.[3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Bartel. In: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender 2016/2017. Band II: P-Z. Walter De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-045397-3, S. 39.
  2. Henryk M. Broder: Folter-Lesung in Berlin: Hoden aus Stahl. In: Spiegel Online. 31. August 2006, abgerufen am 4. Februar 2017.
  3. Mike Bartel: Lesen unter Strom: Mike Bartel über seine Erfahrungen mit elektrisierender Literatur. In: literaturcafe.de. 6. September 2006, abgerufen am 4. Februar 2017.