Militärische Ehren

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Unter militärischen Ehren versteht man heute allgemein einen Bestandteil des internationalen diplomatischen Protokolls, der von Angehörigen des Militärs zu besonderen Anlässen durchgeführt wird. Militärische Ehren wurden jedoch auch während oder nach Kriegshandlungen erwiesen.

Friedenszeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärische Ehren können sich auf viele verschiedene Bereiche des Protokolls erstrecken, so z. B.

In Deutschland auch insbesondere

Militärische Ehren sind in vielfältiger Form in allen souveränen Staaten der Welt üblich. Ein bewusster einseitiger Verzicht etwa bei einem Staatsbesuch käme einer diplomatischen Missachtung des Gastes gleich.

Das Abhalten militärischer Ehren steht auch unter Kritik linker Politiker oder pazifistischer Gruppierungen, die in ihnen nationalistische oder militaristische Anklänge herauslesen. Wesentliche Bestandteile militärischer Ehren basieren jedoch auf Gesten militärischer Tradition, die friedliche Aussagen betonen (siehe Empfang mit militärischen Ehren).

Kriegszeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Militärische Ehren können auch im Krieg insbesondere nach harten, jedoch ‚ehrenhaft‘ geführten – den Konventionen entsprechenden – Auseinandersetzungen erwiesen werden.

Die Übergabe der Festung Belfort im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 fand nach langer Belagerung durch deutsche Truppen erst auf ausdrücklichen Befehl der französischen Regierung unter Adolphe Thiers statt, da die Übergabe deutscherseits zur Bedingung für die Verlängerung des Waffenstillstandes gemacht wurde. Am 16. Februar 1871 wurde die Übergabekonvention geschlossen. Die Garnison erhielt freien Abzug unter Mitnahme ihrer Waffen und Feldgeschütze. Die Mitnahme der Festungsarchive wurde ebenfalls bewilligt. In der Konvention wurde die tapfere Verteidigung ausdrücklich anerkannt. Den abziehenden Franzosen wurden die militärischen Ehren erwiesen.