Millennium-Probleme

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Als Millennium-Probleme bezeichnet man die im Jahr 2000 vom Clay Mathematics Institute (CMI) in Cambridge (Massachusetts) in einer Liste aufgezählten ungelösten Probleme der Mathematik. Das Institut hat für die Lösung eines der sieben Probleme ein Preisgeld von jeweils einer Million US-Dollar ausgelobt.

Liste der Probleme[Bearbeiten]

Die Liste enthält die folgenden sieben Probleme:

  1. der Beweis der Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer,
  2. der Beweis der Vermutung von Hodge,
  3. Analyse von Existenz und Regularität von Lösungen der dreidimensionalen inkompressiblen Navier-Stokes-Gleichungen,
  4. die Lösung des P-NP-Problems,
  5. der Beweis der Poincaré-Vermutung (2002 gelöst von Grigori Jakowlewitsch Perelman),
  6. der Beweis der Riemannschen Vermutung,
  7. die Erforschung der Gleichungen von Yang-Mills.

Diese Millennium-Liste steht in der Tradition der 100 Jahre zuvor am 8. August 1900 vom deutschen Mathematiker David Hilbert auf dem Internationalen Mathematiker-Kongress in Paris aufgestellten Liste von 23 bis dahin ungelösten Problemen der Mathematik, die die Entwicklung der Mathematik im 20. Jahrhundert wesentlich befruchtet und vorangebracht hat. Die Riemannsche Vermutung ist als einziges Problem auf beiden Listen zu finden.

Lösungen[Bearbeiten]

Poincaré-Vermutung[Bearbeiten]

Die Poincaré-Vermutung wurde 2002 von Grigori Jakowlewitsch Perelman bewiesen. Für seine bahnbrechenden Arbeiten wurde ihm 2006 die Fields-Medaille verliehen, die er jedoch (als erster Mathematiker der Geschichte) ablehnte. Das Clay-Institut erkannte ihm 2010 das Preisgeld von einer Million Dollar zu, dies lehnte er jedoch ebenfalls ab.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatGenie lehnt Preisgeld ab. In: Focus Online. 2. Juli 2010, abgerufen am 27. Dezember 2013.