Mirjam Jaquemoth

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Mirjam Jaquemoth (* 1963 in Köln) ist eine deutsche Professorin für Haushaltsökonomie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mirjam Jaquemoth studierte an der Universität Bonn Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaft, Sportwissenschaft sowie Sozialwissenschaft auf Lehramt. Von 1990 bis 1994 war sie als Dozentin an der Universität Dortmund im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Philosophie und Theologie tätig sowie zwischen 1994 und 2000 für die Verbraucherzentrale NRW im Bereich Presse und Bildung. Von 2000 bis 2003 war sie Vertretungsprofessorin für Sozioökonomie des Privathaushalts an der FH Osnabrück.

An der TU München wurde sie 2003 zur Dr. oec. in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Von 2004 bis 2011 war sie Prodekanin und Dekanin der Fakultät Landwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie Frauenbeauftragte der Fakultät und stellv. Frauenbeauftragte der Hochschule. Sie lehrt dort als Professorin Haushaltsökonomie, Verbraucherpolitik und Rechnungswesen.

Seit 2009 ist Jaquemoth Mitglied der Verbraucherkommission Bayern, seit Oktober 2014 stellvertretende Vorsitzende.[1] Im September 2011 wurde sie in den wissenschaftlichen Beirat für Verbraucher- und Ernährungspolitik beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BEMLV) berufen. Seit Januar 2012 ist sie Mitglied im Beirat des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) in Bayern und seit Juli 2012 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Kompetenzzentrums Verbraucherforschung in Nordrhein-Westfalen.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Forschungsschwerpunkten von Jaquemoth gehören:

  • Verbraucherpolitik
  • Kennzahlensysteme in der Gemeinschaftsverpflegung
  • Ernährungsbildung
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Neue Wohn- und Betreuungskonzepte in der Altenpflege
  • Allokation von Konsum und Arbeit in privaten Haushalten
  • Beratungs- und Bildungskonzepte zur Finanzplanung in privaten Haushalten
  • Regelsatzbemessung bei Sozialleistungen

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Sozio-ökonomische Panel in der forschungspraktischen Anwendung auf haushaltsökonomische Fragestellungen. In: Hauswirtschaft und Wissenschaft. 42(1994)1, S. 9–16.
  • Wenn aus der Kernfamilie Individuen werden - Überlegungen zur klassifikatorischen Verwendung des Begriffs 'Kernfamilie'. In: Hauswirtschaft und Wissenschaft. 43(1995)6, S. 257–264.
  • "Junge Verbraucher in Europa" 1996 - Konsum und Umwelt. In: Hauswirtschaftliche Bildung. (1997)1, S. 17–20.
  • Warenwelt Internet - Beispiele zur thematischen Ausgestaltung von Schulpartnerschaften im Internet. Düsseldorf 1998 (auch in engl. Übersetzung).
  • Geldplanung mit nicht überschuldeten Haushalten - Ein Beratungskonzept. In: Tagungsband zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. vom 25.09.-26.9.1998 in Bonn.
  • Geld. Eine Handreichung für Grundschullehrerinnen und -lehrer. Düsseldorf 1999.
  • Was heißt eigentlich „Medienkompetenzförderung“? In: B&B Agrar - Die Zeitschrift für Bildung und Beratung. 55(2002)3, S. 86–88.
  • Medienkompetenzförderung und des „Kaisers neue Kleider“: Überlegungen zum Spannungsverhältnis zwischen Bildung und Qualifizierung. In: Hauswirtschaft und Wissenschaft. 50(2002)2, S. 65–76.
  • Theorienvergleichende Rekonstruktion mikroökonomischer Modelle zum Arbeitsangebot privater Haushalte. Univ. Diss. TU München, Frankfurt a. M., Berlin und Bern 2003.
  • Neue Medien für Haushalt und Familie. In: Neue Hauswirtschaft – ein Material für Multiplikator/innen der familien- und haushaltsbezogenen Bildung. (hrsg. vom Verbraucherzentrale Bundesverband), Berlin 2005.
  • „Iudex non calculat“: Hartz IV auf dem Prüfstand der Haushaltsökonomik. In: Oikos 2010 – Haushalte und Familien im Modernisierungsprozess. Festschrift für Prof. Barbara Seel. (hrsg. von Hufnagel/Höflacher/Jaquemoth/Piorkowsky), Bonn 2007.
  • Im Mittelpunkt: Der mündige Verbraucher. In: ZVi. 9/201, S. 321ff.
  • Ist der "mündige Verbraucher" ein Mythos? Auf dem Weg zu einer realistischen Verbraucherpolitik? Stellungnahme des wissenschaftlichen Bereich Verbraucher- und Ernährungspolitik beim BMELV. Dezember 2012.
  • Türkische Migrant/inn/en in der Neuen Verbraucheröffentlichkeit - Ein Pilot-Projekt zum Produkt- und Informationsangebot im Telekommunikations- und Finanzbereich, Abschlussbericht, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Triesdorf 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unabhängige Experten sollen bayerische Verbraucherpolitik begleiten. Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, 2. Oktober 2014.