Miroslav Stević

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Miroslav Stević
Personalia
Geburtstag 7. Januar 1970
Geburtsort LjubovijaSFR Jugoslawien
Größe 179 cm
Position Mittelfeldspieler
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
Bratstvo Bratunac
1984–1989 FK Partizan Belgrad
1989–1992 FK Rad
1992–1992 Grasshoppers Zürich 9 (0)
1992–1994 Dynamo Dresden 55 (4)
1994–1998 TSV 1860 München 104 (3)
1999–2002 Borussia Dortmund 91 (8)
2002–2003 Fenerbahçe Istanbul 18 (1)
2003–2005 VfL Bochum 21 (1)
2005–2006 SpVgg Unterhaching 22 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1998 Jugoslawien 6 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Miroslav „Miki“ Stević (* 7. Januar 1970 in Ljubovija, SFR Jugoslawien) ist ein ehemaliger serbischer Fußballspieler und heutiger Fußballfunktionär.

Der defensive Mittelfeldspieler begann seine Profikarriere bei Bratstvo Bratunac und wechselte 1984 zu Partizan Belgrad mit dem er 1989 den Jugoslawischen Landespokal gewann. Im selben Jahr ging er zu FK Rad, wo er bis zum Januar 1992 spielte. Von Januar bis Juni 1992 war er für den Grasshopper Club Zürich im Einsatz. Im Sommer 1992 wechselte Stević zu Dynamo Dresden. Zwei Jahre später ging er zum TSV 1860 München, für den er bis Ende 1998 spielte. Ab Januar 1999 stand er bei Borussia Dortmund unter Vertrag. 2002 verließ er die Bundesliga und spielte ein Jahr lang für Fenerbahçe Istanbul. 2003 kam er zurück nach Deutschland und stand bis Januar 2005 im Aufgebot des VfL Bochum. Danach wechselte er zur SpVgg Unterhaching in die 2. Bundesliga, bei der er nach der Saison 2005/06 seine aktive Karriere beendete.

Stević kam auf insgesamt 271 Einsätze in der deutschen Bundesliga und erzielte dabei 16 Tore. Dazu kommen weitere 22 Einsätze in der 2. Bundesliga, bei denen er ohne Torerfolg blieb. 2002 wurde er mit dem BVB Deutscher Meister und Zweiter im UEFA-Pokal.

Er stand sechsmal in der Auswahl der jugoslawischen bzw. serbisch-montenegrinischen Fußballnationalmannschaft. Bei der WM 1998 kam er zu einem Einsatz; er wurde im Spiel gegen Deutschland eingewechselt.

Im Jahr 2007 erwarb er in Köln erfolgreich die Trainerlizenz.

Vom 2. Februar 2009 bis zum Ende der Saison 2010/11 war er Sportdirektor beim TSV 1860 München. Während seiner Zeit kam es jedoch zu kontroversen Ereignissen. Als 2011 private Nebengeschäfte, überzogene Spielergehälter und undurchsichtige Finanzflüsse mit Stević in Verbindung gebracht wurden, war von einem „System Stević“ die Rede, so die Süddeutsche Zeitung, bei dem auch die Spielervermittler Fali Ramadani und Nikola Damjanac im Hintergrund agiert haben.[1] Letzterer ist Stevićs Trauzeuge und zusammen mit Ramadani Geschäftsinhaber von der Spielerberaterfirma Lian Sports.[1] Zuvor war Stević Berater von Marko Marin, der bei Lian Sports unter Vertrag stand.[1]

Er besitzt neben der serbischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft.[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c Der Donaukurier: Sportchef Stević steht unter Verdacht, abgerufen am 4. März 2019 (archivierte Version)
  2. Stevic: „Nachmittags ist der Akku leer“ auf abendzeitung.de, abgerufen am 28. Juli 2009