Mittleres Erythrozyteneinzelvolumen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Mittlere Erythrozyteneinzelvolumen (engl. mean corpuscular/cell volume, MCV) gibt die mittlere Zellgröße der peripheren Erythrozyten an und ist einer von vier Werten, die zur Klassifikation von Anämien dienen.

Der Normalbereich liegt zwischen 80 und 98 fl (= µm3 = 10−9 µl).

<80 mikrozytäre Anämie (Eisenmangel, ACD, Thalassämie, Erythropoetische Protoporphyrie[1])
80–98 ev. normozytäre Anämie (ACD, Nieren- und Lebererkrankungen, hämolytische Anämien, aplastische Anämien)
>98 makrozytäre Anämie (perniziöse Anämie, megaloblastäre Anämien, Alkoholabusus, Chemotherapie maligner Tumoren)

Von einer megaloblastären Anämie spricht man, wenn ein Vitamin-B12- oder Folsäuremangel vorliegt. Bei hämolytischer Anämie können große und kleine Zellen zugleich vorliegen. Bei Alkoholabusus kann auch eine Makrozytose ohne Anämie vorkommen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gabriele Halwachs-Baumann: Labormedizin: Klinik – Praxis – Fallbeispiele. Springer, 2006, ISBN 3-211-25291-6, S. 208 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hypochrome mikrozytäre Anämie. imd-Berlin, abgerufen am 7. August 2013.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!