Monocrotalin

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Strukturformel
Strukturformel von Monocrotalin
Allgemeines
Name Monocrotalin
Andere Namen

Crotalin

Summenformel C16H23NO6
Kurzbeschreibung

beiger Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 315-22-0
EG-Nummer 628-506-2
ECHA-InfoCard 100.156.772
PubChem 9415
Wikidata Q27107379
Eigenschaften
Molare Masse 325,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

204 °C (Zersetzung)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​351
P: 281​‐​301+310 [1]
Toxikologische Daten

66 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Monocrotalin ist ein Alkaloid und gehört aufgrund seiner Struktur zur Gruppe der Pyrrolizidinalkaloide. Es ist pflanzlichen Ursprungs und giftig.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monocrotalin kommt in einigen Arten der Gattung Crotalaria (Schmetterlingsblütler) vor; zum Beispiel in den Samen von Crotalaria spectabilis und Crotalaria mucronata. Es dient dort zur Abwehr von Fressfeinden, kann jedoch auch zur Vergiftung von Nutztieren wie Rindern führen.

Die Larven des Schmetterlings Utetheisa ornatrix aus der Familie der Bärenspinner ernähren sich fast ausschließlich von Crotalaria-Samen und reichern Monocrotalin in ihren Körpern an. Auf diese Weise sind sie für den Rest ihres Lebens (auch nach Verpuppung als Schmetterling) vor Fressfeinden wie Spinnen geschützt.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monocrotalin zählt zu den Retronecinen und bildet einen elfgliedrigen Makrocyclus aus dem Necin-Grundgerüst und unterschiedlich substituierten Pentandisäuren. Weitere Beispiele der etwa 30 bekannten Vertreter dieses Strukturmusters sind Spectabilin und Grahamin.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Monocrotaline, analytical standard bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 4. Juni 2017 (PDF).
  2. Eintrag zu Monocrotalin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. Juni 2017.