Monorackbahn

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Trasse einer Monorackbahn in den Steillagenweinbergen bei Mundelsheim
Fahrzeug einer Monorackbahn in einem Weinberg bei Kobern-Gondorf
Fahrzeug einer elektrischen Monorackbahn

Monorackbahnen sind Einschienen-Zahnradbahnen zur Überwindung extremer Steigungen in unwegsamem Gelände. Ihre Trassen bestehen lediglich aus Vierkantrohren, die in gewissen Abständen auf Stützen lagern. Sie kommen mit unterschiedlichen Antriebstechniken vor und sind in der Lage, bis zu 250 kg Last zu befördern.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trasse einer Monorackbahn besteht aus einem Vierkantrohr, an dessen Unterseite eine Zahnstange aufgeschweißt ist. Das Rohr ist auf Stützen gelagert, die im Abstand von einigen Metern angebracht werden.[1] Dadurch haben Monorackbahnen einen vergleichsweise geringen Flächenverbrauch. Als Fahrzeuge kommen so genannte Monorack-Traktoren zum Einsatz, die mit Diesel-, Benzin- und Elektroantrieb vorkommen.

Monorackbahnen können Steigungen von bis zu 100 % überwinden, horizontale und vertikale Kurven sind bis zu einem Radius von 4 Meter möglich.[2] Daher lassen sie sich flexibel an die Topografie anpassen.

Einsatzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Haupteinsatzgebiet von Monorackbahnen ist der Steillagenweinbau, wo in topografisch schwieriger Lage schwere Lasten zu transportieren sind. Sowohl Personen als auch Lesegut und Arbeitsgerät wird in den Steillagen, etwa im Wallis, an Mosel und Neckar, mit solchen Bahnen transportiert. Hier kommen meist Traktoren mit Diesel- oder Benzinantrieb zum Einsatz. Zur Erschließung von Liegenschaften in Hanglagen werden dagegen solche mit Elektroantrieb verwendet. Zudem kommen Monorackbahnen beispielsweise zur Erschließung von schwer zugänglichen Baustellen zum Einsatz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Monorackbahnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Garaventa Produkte: Monorack, abgerufen am 26. Oktober 2011
  2. Clemens Technologies: Monorack, abgerufen am 26. Oktober 2011