NS-Kriegsopferversorgung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Streichholzschachtel-Etikett der NSKOV

Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung (NSKOV) war eine der NSDAP angeschlossene Wohlfahrtseinrichtung für Schwerkriegsbeschädigte und Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs. Leiter (Beauftragter für Kriegsopfer) der NSKOV war Hanns Oberlindober und unterstand direkt dem Kreisleiter.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin hatte sie vor der Machtübergabe 1933 in SW 68 (späterer Verwaltungsbezirk Berlin-Kreuzberg) ihren Hauptsitz und beschäftigte den Architekten Willy Mühlau. Dieser entwarf in den späten 1920ern bis zum Anfang der 1930er Jahre mehrere günstige Wohnanlagen für Kriegsversehrte. Die erhaltenen Gebäude stehen in der Berliner Denkmalliste.[1][2] 1933 behielt die NSKOV zunächst eine gewisse Selbstständigkeit in Vermögens- und Organisationsfragen. Zwischen 1934 und 1945 trat sie zusammen mit der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) auf. Gemeinsam wurden Wohlfahrtseinrichtungen unterhalten und Gesundheitsprogramme organisiert.

Auch außerhalb Berlins trat die NSKOV als Bauherr auf, so u. a. 1933/34 in Quetzin an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 wurde die Organisation durch den Alliierten Kontrollrat verboten und ihr Eigentum beschlagnahmt. Mit Kontrollratsgesetz Nr. 5 vom 30. Oktober 1945 wurde die NSDAP mit allen ihren Einrichtungen und Organisationen aufgelöst und damit auch die NS-Kriegsopferversorgung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brusendorfer Straße 7–9. In: Berliner Adreßbuch, 1930, Teil 4, Neukölln, S. 1805. „Gemeinnützige Reichsbundkriegersiedlung G.m.b.H.“ (noch unbewohnt).
  2. Braunschweiger Straße 7–17, Berlin-Neukölln, Paul-Schneider-Straße 16–28, Reichsbund-Kriegersiedlung, 1929-31 in Berlin-Lankwitz, Edisonstraße 30–33; Roedernstraße 17–20; Zeppelinstraße 1–9, Wohnanlage, 1929-30 in Berlin-Oberschöneweide, Firlstraße 10–14; Zeppelinstraße 122–/124, Wohnanlage, 1929-30, Oberschöneweide, Fuststraße 30–50;Edisonstraße 36, Wohnanlage, 1929-31, Oberschöneweide