NSU TT

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NSU Prinz 1000 TT / TT / TTS
Produktionszeitraum: 1965–1972
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Limousine

Der NSU Prinz 1000 TT, der NSU TT und der NSU TTS waren sportliche PKW-Modelle der NSU Motorenwerke AG und wurden 1965 bis 1972 in verschiedenen Varianten gebaut. Sie basierten auf dem Massenmodell NSU Prinz 1000.

Prinz 1000 TT (Typ 67b)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prinz 1000 TT
NSU Prinz 1000 TT

NSU Prinz 1000 TT

Produktionszeitraum: 1965–1967
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
1,1 Liter (40 kW)[1]
Länge: 3793[1] mm
Breite: 1490[1] mm
Höhe: 1364[1] mm
Radstand: 2250[1] mm
Leergewicht: 680[1] kg
NSU Prinz 1000 TT (Heckansicht)

1965 wurde dem Prinz 1000 der Prinz 1000 TT an die Seite gestellt. Dieser hatte den 1085 cm³ großen Motor des NSU Typ 110 mit 55 PS (40 kW) Leistung und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 148 km/h.[1]

Gert Hack bemerkte in auto motor und sport: "Auf Anhieb fährt man mit dem TT schnell und zügig durch Kurven, wobei vor allem die Handlichkeit und Leichtigkeit verblüfft, mit der man das Auto dirigieren kann".[2]

Einen originalen NSU Prinz 1000 TT erkennt man an den Doppelscheinwerfern vorne, dem dazwischen angebrachten, schwarzen Streifen mit der Beschriftung „NSU Prinz 1000“, den hinteren Ausstellfenstern und den am Heck angebrachten, verchromten Buchstaben „TT“. Außerdem sind hinten im Motorraum am Ansaugschacht zwei Löcher für den Ölkühler gebohrt. Durch die nur mäßige Belüftung des Motorraums neigt der Motor zum Überhitzen, weshalb die Motorhaube während der Fahrt auch aufgestellt wird. Gerissene Ölleitungen verursachten häufig Brände. Außerdem war der Wagen seitenwindempfindlich.[3]

In zwei Jahren entstanden 14.292 NSU Prinz 1000 TT mit 1,1 Liter-Motor.[1]

TT (Typ 67c)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TT
NSU TT

NSU TT

Produktionszeitraum: 1967–1972
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
1,2 Liter (48 kW)[1]
Länge: 3793[1] mm
Breite: 1490[1] mm
Höhe: 1364[1] mm
Radstand: 2250[1] mm
Leergewicht: 685[1] kg
NSU TT (Heckansicht)

1967 wurde der Prinz 1000 TT zum „TT“ (auch „1200 TT“ genannt) weiterentwickelt. Aus 1177 cm³ schöpfte der Motor nun 65 PS (48 kW), das Gewicht stieg um 5 kg und die Höchstgeschwindigkeit auf 153 km/h.[1] Fahrzeugtuner boten Motoren mit bis zu 1300 cm³ und 130 PS (96 kW) an, es gab sogar Fahrzeuge mit mechanischer Benzineinspritzung. Die Bezeichnung „Prinz“ entfiel ab 1967 für die Vierzylindertypen.

Anstatt des breiten, schwarzen Streifens zwischen den Hauptscheinwerfern war nun ein verchromter Streifen mit schwarzer Einlage angebracht.

Bis zur Produktionseinstellung im Juli 1972 entstanden 49.327 NSU TT mit 1,2-Liter-Motor.[1]

TTS (Typ 67f)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TTS
NSU TTS

NSU TTS

Produktionszeitraum: 1967–1971
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotor:
1,0 Liter (51 kW)[1]
Länge: 3793[1] mm
Breite: 1490[1] mm
Höhe: 1364[1] mm
Radstand: 2250[1] mm
Leergewicht: 700[1] kg
NSU TTS im Jahr 1976 während des Trainings zum Großen Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring

Speziell für den Renn- und Rallyesport wurde im Februar 1967 der TTS eingeführt. (In den ersten Monaten hießen die Fahrzeuge noch „Prinz 1000 TTS“). Diese Fahrzeuge waren als Sportlimousinen konzipiert, die mit geringem Leistungsgewicht das spätere Konzept des VW Golf GTI vorwegnahmen. So holte der TTS aus 996 cm³ Hubraum mit zwei Solex-Doppel-Flachstromvergasern und einem Verdichtungsverhältnis von 10,5:1 serienmäßig 70 PS (51 kW) bei 6150/min, getunt auch über 85 PS (62 kW). Dies entsprach seinerzeit der Motorleistung von Fahrzeugen der gehobenen Mittel- und Oberklasse, der TTS wog jedoch nur 700 kg. Die Räder waren vorn und hinten auf negativen Radsturz eingestellt.

Wegen ihrer Wendigkeit waren die TTS noch lange nach Produktionseinstellung erfolgreich bei Bergrennen und Slalom-Wettbewerben.

Zu erkennen ist der TTS an seiner Beschriftung in den Chromstreifen mit schwarzer Einlage zwischen den Hauptscheinwerfern und an den Chrombuchstaben am Heck. Vorne am Wagen ist ein zusätzlicher Ölkühler angebracht. Am Ansaugschacht im Motorraum befinden sich drei Löcher für den Ölkühler.

Bis Juli 1971 wurden in etwa alle 3 Monate durchgeführten „Produktionskampagnen“ insgesamt 2402 Wagen dieses Typs hergestellt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w Werner Oswald: Deutsche Autos 1945–1990. Band 4. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 3-613-02131-5. S. 398–401
  2. Bruno von Rotz: NSU TT - ein früher Vorfahre des Golf GTI, in: Zwischengas vom 27. April 2011.
  3. Wie die Feuerwehr. Klassiktest in: mot Die Auto-Zeitschrift. Heft 23/1987.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]