Nampula

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nampula (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nampula
Nampula (Mosambik)
Nampula
Nampula
Koordinaten 15° 7′ S, 39° 16′ O-15.11972222222239.264722222222Koordinaten: 15° 7′ S, 39° 16′ O
Basisdaten
Staat Mosambik

Provinz

Nampula
Distrikt Nampula
Einwohner 471.717 (2007)

Nampula ist das wirtschaftliche Zentrum vom Norden Mosambiks und Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Nampula.

Geographie[Bearbeiten]

Lage der Stadt Nampula in der Provinz Nampula

Nampula liegt im gleichnamigen Distrikt, im Zentrum der Provinz Nampula.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Stadt Nampula wurde im Verlauf des Kolonialkrieges, vor allem aber im folgenden Bürgerkrieg Anlaufpunkt für Kriegsflüchtlinge. Die Hoffnung auf ein besseres Leben in der Stadt hat die Einwohnerzahl durch stetige Zuwanderung weiter steigen lassen. 2007 lebten hier 471.717 Menschen.

Einwohnerzahl Nampulas (1970 – 2007)[1]
1970 1980 1991 1997 2005 2007
23.072 145.722 232.167 303.346 385.089 471.717

Religion[Bearbeiten]

Seit 1940 ist Nampula Bischofssitz, seit 1984 Sitz des Erzbistums Nampula. Die zweitürmige, katholische Kathedrale „Nossa Senhora da Conceição“ wird im Volksmund Gina Lollobrigida genannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1896 führten die Portugiesen Feldzüge gegen die Königreiche Macuana, Maurusa und Mongole, um den Norden des heutigen Mosambiks unter ihre Kontrolle zu bringen. 1907 wurde hier Nampula als Militärstützpunkt gegründet. Ab 1930 bestand eine Eisenbahnverbindung, wodurch der Ort schnell an Größe zunahm. 1934 wurde Nampula zur Kleinstadt (Vila) erhoben, 1956 zur Stadt (Cidade). Im Verlauf des Portugiesischen Kolonialkriegs, der in der Region ab 1964 wütete, gewann der portugiesische Militärstützpunkt an Bedeutung. 1967 verlegte die portugiesische Kolonialregierung das Hauptquartier der Armee von der Ilha de Moçambique hierhin.

Ein wichtiger Militärstützpunkt blieb Nampula auch nach der Unabhängigkeit Mosambiks 1975. Hier befindet sich die Militärakademie Mosambiks (Academia Militar de Moçambique).[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Nampula hat zahlreiche Gebäude aus der portugiesischen Kolonialzeit. Typisch für die Region sind die baumbestandenen Plätze.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Flughafen von Nampula

Nampula ist eine Geschäfts-, Banken- und Verwaltungsstadt. In der Region wird Baumwoll-, Gemüse-, Mais- und Erdnussanbau betrieben.

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Nacala-Lichinga. Eine Nebenstrecke und eine Straße führen zum Hafen Lumbo an der Straße von Mosambik gegenüber Ilha de Moçambique. Das Straßennetz um Nampula ist sehr gut ausgebaut.

Nampula verfügt über einen Flughafen. Die mosambikanische Inlandsfluglinie Air Corridor hatte hier ihren Sitz, bis sie 2008 den Flugbetrieb einstellte.

Die Stadt beherbergt die Universidade Católica de Moçambique (UCM), eine private Universität, die von der katholischen Kirche 1996 gegründet wurde und deren Abschlüsse staatlich anerkannt sind.

Bekannte Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nampula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dito ( S.214ff) (PDF; 187 kB), abgerufen am 25. November 2013
  2. Arbeit zur Geschichte Nampulas (PDF; 187 kB) auf der Website des Centro de Estúdos Geográficos der Universität Lissabon, abgerufen am 25. November 2013