Natriumpropionat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Propionation Natriumion
Allgemeines
Name Natriumpropionat
Andere Namen

Natriumpropanoat

Summenformel C3H5NaO2
CAS-Nummer 137-40-6
Kurzbeschreibung

hygroskopisches weißes Pulver mit charakteristischem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 96,06 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

287 °C[1]

Löslichkeit

gut in Wasser (995 g·l−1 bei 25 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 312
P: 280 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 21​‐​36/37/38
S: 26​‐​36/37/39
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Natriumpropionat ist ein weißes hygroskopisches Salz der Propionsäure, das bei 287 °C schmilzt. Es wird in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel (E 281) eingesetzt sowie als Fungistatikum und Futtermittelzusatz verwendet.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Bei toxikologischen Untersuchungen mit Mäusen, Kaninchen und Ratten zeigte Natriumpropanoat bei relativ geringer akuter Toxizität (LD50 6,322 g/kg (Maus, oral) und 1,64 g/kg (Kaninchen, dermal)) Auswirkungen auf das Verhalten der Tiere (Schläfrigkeit, teils auch Erregung) und das Atmungssystem (Atemnot).[7] Bei längerer Gabe von Propionsäure und Propionaten im Futter von Ratten in Dosierungen zwischen 0,6 und 5 % verursachen diese Veränderungen des Vormagens (Verdickungen und Entzündungen). Dies wird jedoch als für Ratten speziesspezifische Reaktion eingestuft, da bei anderen Tierarten wie Mäusen und Kaninchen keine derartigen Effekte beobachtet wurden.[8] Weiterhin reizt das Salz Haut, Schleimhäute, Augen und Atemwege.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu CAS-Nr. 137-40-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. August 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt Natriumpropionat bei Acros, abgerufen am 22. Februar 2010..
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Nippon Eiseigaku Zasshi. Japanese Journal of Hygiene. Vol. 28, Pg. 463, 1973.
  5. a b Eintrag Natriumpropionat bei ChemIDplus.
  6. Journal of Industrial Hygiene and Toxicology. Vol. 31, Pg. 60, 1949.
  7. Gigiena i Sanitariya. HYSAAV. Vol. 35(3), Pg. 96, 1970.
  8. H.-G. Classen, P. S. Elias, W. P. Hammes, M. Winter: Toxikologisch-hygienische Beurteilung von Lebensmittelinhaltsstoffen und Zusatzstoffen. Behr's Verlag, 2001, ISBN 978-3-86022-806-7.