Naufahrt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Historische Darstellung einer Ulmer Schachtel

Als Naufahrt bezeichnete man früher das Treibenlassen stromabwärts von Schiffen auf der Donau und ihren Nebenarmen zwischen Ulm und Ungarn. Zur Steuerung der Kähne wurde das Ruder am Bug montiert. Der Einweg-Bootstyp der Ulmer Schachtel wurde seit dem Mittelalter bei der Waren- und Passagierbeförderung nur zur Naufahrt benutzt.

Die entgegengerichtete Fahrt stromaufwärts wird als Gegentrieb (heute nicht mehr gebräuchlich) bezeichnet. Dabei zogen Pferde auf dem Hufenschlag, dem Treidelweg oder der Begleitstraße, die Boote. Noch heute erinnern zahlreiche Namen von Altarmen, Straßenbezeichnungen und Gemeindeteilen an die Naufahrt.

Naufahrt war auch die Bezeichnung für das talwärts fahrende Salzschiff selber.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NAUFAHRT, f.. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).