Nea Epidavros

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Ortsgemeinschaft Nea Epidavros
Τοπική Κοινότητα Νέας Επιδαύρου
(Νέα Επίδαυρος)
Nea Epidavros (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat Griechenland
Region Peloponnes
Regionalbezirk Argolis
Gemeinde Epidavros
Geographische Koordinaten 37° 41′ N, 23° 8′ OKoordinaten: 37° 41′ N, 23° 8′ O
Höhe ü. d. M. 89 m
(Zentrum)
Fläche 54,663 km²
Einwohner 987 (2011[1])
Bevölkerungsdichte 18,06 Ew./km²
LAU-1-Code-Nr. 41030203
Ortsgliederung 4

Die Ortsgemeinschaft Nea Epidavros (griechisch Νέα Επίδαυρος (f. sg.) ‚Neu-Epidauros‘) gehört zur Gemeinde Epidavros, deren Hauptort Asklipiio ist. Es liegt in Griechenland in der Argolis (Peloponnes). Das namengebende Dorf, das bis 1997 Zentrum einer eigenständigen Gemeinde Nea Epidavros war, beherbergte 2011 896 Einwohner.

Die felsige Anhöhe Vassa war bereits im Frühhelladikum besiedelt. Zahlreiche Scherben stammen aus dem Späthelladikum. Reste der zyklopischen Mauer sind am Südabhang des Hügels noch gut sichtbar. Der Ort ist vom Meer aus nicht einsehbar und wurde in der Neuzeit von Palea Epidavros aus besiedelt, weil er besseren Schutz gegen Seeräuber bot. Die Bedeutung des Orts liegt vor allem darin, dass hier am 20. Dezember 1821 während des Griechischen Freiheitskampfs die erste griechische Nationalversammlung stattfand.

Ein Denkmal erinnert an dieses Ereignis und zitiert auch die ersten Worte der Unabhängigkeitserklärung: „Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit. Das griechische Volk, das unter der schrecklichen osmanischen Herrschaft nicht mehr im Stande ist, das schwere und beispiellose Joch der Tyrannei zu tragen, und das dieses mit großen Opfern abgeschüttelt hat, verkündet heute durch seine gesetzlichen Vertreter, die sich zu einer nationalen Versammlung vereinigt haben, vor Gott und den Menschen seine politische Existenz und Unabhängigkeit“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Hennig: Art. Epidauros, in: Siegfried Lauffer (Hrsg.): Griechenland. Lexikon der historischen Stätten. Verlag C.H. Beck, München 1989, S. 219–221.
  • R. Hope Simpson - D.K. Hagel: Mycenean Fortifications, Highways, Dams and Canals. Paul Aströms Förlag, Sävedalen 2006 (Studies in Mediterranean Archaeology, Vol. CXXXIII), ISBN 91-7081-212-8, S. 41.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Memento vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) (Excel-Dokument, 2,6 MB)