Nebelmittelwurfanlage

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nebelwerfer am Turm des Schützenpanzers Ulan
Nebelmittelwurfanlage am Leopard 2A6
Auslöser einer Nebelmittelwurfanlage

Nebelmittelwurfanlagen (auch Nebelwurfanlagen) sind Selbstschutzsysteme militärischer Fahrzeuge. Sie dienen dem Verschuss von Nebelgranaten, die mit einem pyrotechnischen Satz schnell dichten Nebel erzeugen. Auf diese Weise kann sich das Fahrzeug im Gefecht oder bei erwarteter Bedrohung der visuellen Verfolgung durch den Gegner oder der Erfassung durch elektrooptische Sensoren entziehen. Im Schutz der Nebelwand kann es sich dann entweder zurückziehen, die Stellung wechseln oder andere taktische Manöver durchführen. Nebelmittelwurfanlagen zählen damit zu den so genannten „soften“ abstandsaktiven Schutzmaßnahmen.

Nebelmittelwurfanlagen sind häufig in Batterien auf gepanzerten Fahrzeugen angebracht. So trägt beispielsweise der deutsche Leopard 2A6 zwei Batterien zu je acht Wurfbechern im Kaliber 76 mm auf jeder Seite des Turms. Die Winkelfächerung der Wurfbecher ist dabei so ausgelegt, dass eine optimale Ausbringung der Nebelwurfkörper gewährleistet wird. In der Bundeswehr können aus der Nebelmittelwurfanlage die Schnellnebelwurfkörper vom Typ DM55A und DM35 verschossen werden. Sie werden manuell oder teilweise auch von einem Laserwarngerät automatisch ausgelöst bzw. sind in komplexere Gesamtsysteme eingebunden (vgl. z. B. die Entwicklung im Projekt Armored Systems Modernization).

Im Unterschied zu Nebelgeneratoren, die auf Fahrzeugen und Schiffen zum Einsatz kommen, ist die Wirkdauer der über Nebelmittelwurfanlage verbringbaren Nebelmunition nur kurzzeitig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nebelmittelwurfanlagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien