Nêçîrvan Barzanî

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Nêçîrvan Barzanî

Nêçîrvan Barzanî oder Nidschirfan Barzani (arabisch نيجيرفان بارزاني, kurdisch نێچیرڤان ئیدریس بارزانی Nêçîrvan Îdrîs Barzanî; * 1966 im Gouvernement Erbil) ist ein kurdischer Politiker und Ministerpräsident der Autonomen Region Kurdistan.[1] Barzanî ist ein Enkel des DPK-Gründers Mustafa Barzani und ein Neffe von Masud Barzani, 2005 bis Oktober 2017 Präsident der Autonomen Region Kurdistan.

Sein Vorname Nêçîrvan bedeutet Jäger. 1974 verließen er und seine Familie den Irak und wanderten in den Iran aus. Dort studierte er ab 1984 an der Universität in Teheran Politik. 1987 starb sein Vater Idris Barzani plötzlich, worauf er das Studium abbrach. Er begleitete seinen Vater oft auf dessen diplomatischen Reisen, sodass sich schon damals sein zukünftiger Werdegang andeutete.

Er wurde in der Jugendabteilung der DPK aktiv und wurde auf ihrem zehnten Kongress 1989 ins Zentralkomitee der DPK gewählt. 1993 wurde er wieder gewählt und bekam eine Position im Politbüro der Partei.

Nach dem zweiten Golfkrieg 1991 führte er Verhandlungen mit der damaligen irakischen Regierung. 1996 wurde er zum stellvertretenden Ministerpräsidenten des kurdischen Parlamentes in Arbil gewählt. Zwischen 1999 und 2009 war er Ministerpräsident der Regionalregierung. Sein Nachfolger war Barham Salih. Seit April 2012 ist er wieder Ministerpräsident der kurdischen Regionalregierung.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nêçîrvan Barzanî – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Serok Wezîrê Kurdistanê. In: gov.krd. Hikûmeta Herêma Kurdistanê (Kurdistan Regional Government), archiviert vom Original, abgerufen am 2. November 2015 (kurdisch).
  2. Antrittsrede von Ministerpräsident Barzani vom 5. August 2012 (engl.)