Nettoinlandsprodukt

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Brutto- und Nettoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland (in Mrd. Euro)
(1970–2007, bis 1991 nur Westdeutschland)

Das Nettoinlandsprodukt (NIP) ist eine volkswirtschaftliche Kennzahl, die den in einem Staat bestehenden materiellen Wohlstand wiedergibt.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um den Marktwert aller Güter und Dienstleistungen, die zur Verfügung der an der inländischen Produktion beteiligten Wirtschaftssubjekte bereitstehen. Durchschnittlich beträgt es etwa 89 % des Bruttoinlandsprodukts.

Das Nettoinlandsprodukt zu Faktorkosten erhält man, wenn man von dem oben genannten Nettoinlandsprodukt zu Marktpreisen die indirekten Steuern (Mehrwertsteuer, Tabaksteuer etc.) abzieht und die Subventionen hinzurechnet.

Das Nettosozialprodukt zu Faktorkosten (Volkseinkommen) erhält man, wenn man zum oben genannten Nettoinlandsprodukt zu Faktorkosten den Saldo aller Erwerbs- und Vermögenseinkommen zwischen Inländern und der übrigen Welt hinzurechnet.

Berechnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende zwei Möglichkeiten, das Nettoinlandsprodukt bzw. Nettosozialprodukt zu berechnen:

1)

+ Bruttoinlandsprodukt
Abschreibung
= Nettoinlandsprodukt zu Marktpreisen

2) a)

Indirekte Steuern
+ Zuschüsse (z. B. Subventionen)
= Nettoinlandsprodukt zu Faktorkosten

2) b)

+ Unternehmereinkommen
+ Nichtunternehmereinkommen
= Nettosozialprodukt zu Faktorkosten