Neue Binnennehrung

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Wyspa Sobieszewska
Lage der Neuen Binnenehrung im Danziger Stadtgebiet
Lage der Neuen Binnenehrung im Danziger Stadtgebiet
Gewässer Danziger Bucht, Weichsel
Geographische Lage 54° 19′ 49″ N, 18° 52′ 23″ O54.3303518.873111111111Koordinaten: 54° 19′ 49″ N, 18° 52′ 23″ O
Wyspa Sobieszewska (Polen)
Wyspa Sobieszewska
Länge 9,5 km
Breite 6 km
Fläche 35,79 km²
Einwohner 3443
96 Einw./km²
Hauptort Bohnsack

Als Neue Binnennehrung wurde bis 1945 eine Insel an der Danziger Bucht in der heutigen Woiwodschaft Pommern, Polen, bezeichnet. Der heutige polnische Name ist Wyspa Sobieszewska, was in der Übersetzung Bohnsacker Insel bedeutet. Wyspa Sobieszewska ist auch der Name des östlichsten Gdańsker Stadtbezirks.

Die Insel liegt etwa 15 km östlich vom Stadtzentrum Gdańsks (Danzig) entfernt. Auf der Insel leben 3443 Menschen [1].

Seinen heutigen polnischen Namen erhielt das Gebiet nach dem Hauptort Sobieszewo (Bohnsack), einem ehemaligen Fischerdorf im Westen der Insel. Weitere Siedlungen sind Sobieszewko (Bohnsacker Pfarrdorf), Sobieszewska Pastwa (Bohnsackerweide), Przegalina (Einlage), Wieniec (Kronenhof), Górki Wschodnie (Östlich-Neufähr), Komary (Schnakenburg), Świbno (Schiewenhorst) und Orle (Wordel). Alle Orte gehören seit dem 1. Dezember 1973 administrativ zur Stadt Danzig.

Geografie[Bearbeiten]

Größe und Lage[Bearbeiten]

Entstehung der Insel im Weichseldelta in den Jahren 1839 bis 1895

Die 35,79 km² große Insel[2] wird im Norden durch die Ostsee, auf allen anderen Seiten von Armen des Weichseldeltas begrenzt. Die Insel entstand zwischen den Jahren 1840 nach einem Hochwasser, welches zum Dünendurchbruch am Südwestufer führte und 1895, nachdem der Weichsel durch einen künstlichen Durchstich ihr heutiger direkter Abfluss in die Ostsee ermöglicht wurde.

Verkehr[Bearbeiten]

Pontonbrücke über die Tote Weichsel
Weichselfähre von Schiewenhorst nach Nickelswalde

Über die Insel führt in West-Ost-Richtung die Woiwodschaftsstraße 501. Im Westen der Insel führt eine Pontonbrücke über den heute Martwa Wisła (Tote Weichsel) genannten Flussarm, im Osten gibt es eine Fährverbindung von Świbno (Schiewenhorst) nach Mikoszewo (Nickelswalde) über den Hauptarm der Weichsel, im Süden kann man bei Przegalina (Einlage) über eine im Jahr 2012 erbaute Klappbrücke die Schleuse Stromweichsel / Tote Weichsel überqueren.

Bis 1974 durchquerte eine Linie der schmalspurigen ehemaligen Westpreußischen Kleinbahn (Żuławska Kolej Dojazdowa) die Nehrung. Die Verbindung nach Osten über die Weichsel zum noch heute bestehenden Restnetz der Bahn geschah bis 1956 via Trajektbetrieb auf einer Dampffähre zwischen Świbno (Schiewenhorst) und Mikoszewo (Nickelswalde). In den Jahren 1956 bis 1974 bestand ein abgetrennter Inselverkehr, der 1974 eingestellt wurde. Die Bahnanlagen wurden abgebaut.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Podział administracyjny Gdańska – Gdańsk – oficjalna strona miasta – Offizielle Website der Stadt Danzig. Stand 12. Januar 2011. Abgerufen am 17. Januar 2012
  2. Podział administracyjny Gdańska – Gdańsk – oficjalna strona miasta – Offizielle Website der Stadt Danzig. Stand 12. Januar 2011. Abgerufen am 17. Januar 2012