Nikolaus Martini

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Nikolaus Martini, auch Nicolaus Martini (* 9. April 1632 in Bentwisch; † 13. November 1713 in Kiel) war ein deutscher Rechtswissenschaftler und gehörte zu den 17 Gründungsprofessoren der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[1]

De in ius vocatione, 1701

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Theologen Benedikt Martini war seit 1648 Schüler der Bordesholmer Fürstenschule und danach Student an der Universität Helmstedt, der Universität Jena und der Universität Rostock,[2] die ihm 1658 die Lehrbefugnis (Lic. jur.) erteilte. 1665 wurde er einer der Gründungsprofessoren der Universität Kiel (Promotion ebendort 1666). Er lehrte erst an der philosophischen Fakultät und wurde 1671 ordentlicher Professor der juristischen Fakultät. Lehrstuhlnachfolger war sein Schwiegersohn Christoph Heinrich Amthor.[3]

Weil Martini anfangs an der Kieler Universität die politische Philosophie vertrat und im Wintersemester 1665/66 über die „ersten Prinzipien der Politik nach wahren und festen, das heißt Aristotelischen Grundlagen gemäß den Gesetzen der analytischen Methode“ las, wird er zu den frühen Vorgängern der Kieler Politikwissenschaft gezählt.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. historisches Professorenverzeichnis (PDF; 1,6 MB)
  2. Siehe dazu den Eintrag der Immatrikulation von Nikolaus Martini im Rostocker Matrikelportal
  3. Zum Emeritierungsjahr Martinis gibt es unterschiedliche Angaben, hier wird das Jahr 1712 genannt, Christoph Heinrich Amthor soll jedoch den Lehrstuhl bereits 1704 übernommen haben.
  4. 60 Jahre Kieler Politikwissenschaft (Memento vom 5. September 2012 im Internet Archive)