Niederrheinische Grabhügelkultur

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Kerbschnittgefäße der Niederrheinischen Grabhügelkultur (jüngere Bronzezeit, 1200-800 v. Chr.),
Museum Burg Linn, Krefeld

Der Begriff Niederrheinische Grabhügelkultur bezeichnet eine Kultur der jüngeren Bronzezeit und frühen Eisenzeit zwischen 1200 und 800 v. Chr., die in den Niederlanden, am Niederrhein und in Westfalen verbreitet ist. Sie zeichnet sich durch verschiedene Eigentümlichkeiten aus: besondere Gefäßformen wie Doppelkoni und Terrinen, eine häufige Verzierung der Gefäße mit Kerbschnittdekor sowie Brandbestattungen mit Grabeinhegungen durch Grabhügel mit doppeltem Kreisgraben, Grabhügel mit Schlüssellochgraben und Langbetten. Sie unterscheidet sich darin von der südlich angrenzenden Urnenfelderkultur wie auch von der nach Norden hin angrenzenden Nordischen Bronzezeit.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Walter Kersten: Die niederrheinische Grabhügelkultur. In: Bonner Jahrbücher. Bd. 148, 1948, S. 5-80.
  • Marcel Desittere: De Urnenveldenkultuur in het gebied tussen Neder-Rijn en Noordzee (Periodes Ha A en B) (= Dissertationes archaeologicae Gandenses. Bd. 11, ZDB-ID 1118177-1). De Tempel, Brugge 1968.
  • Klemens Wilhelmi: Zwei bronzezeitliche Kreisgrabenfriedhöfe bei Telgte, Kreis Warendorf (= Bodenaltertümer Westfalens. Bd. 17). Aschendorff, Münster 1981, ISBN 3-402-05120-6.
  • Arie Dirk Verlinde: Die Gräber und Grabfunde der späten Bronzezeit und frühen Eisenzeit in Overijssel IV. In: Berichten van de Rijksdienst voor het oudheidkundig bodemonderzoek. Bd. 35, 1985, ISSN 0167-5443, S. 233–411.
  • Thomas Ruppel: Die Urnenfelderzeit in der niederrheinischen Bucht (= Rheinische Ausgrabungen. Bd. 30). Rheinland-Verlag, Köln 1990, ISBN 3-7927-1135-4 (Zugleich: Köln, Universität, Dissertation, 1985).
  • Axel Friederichs: Düstrup und Galgenesch, zwei Gräberfelder der ausgehenden Bronze- und beginnenden Eisenzeit im Stadtgebiet von Osnabrück (= Die Urnenfriedhöfe in Niedersachsen. Bd. 15). Lax, Hildesheim 1992, ISBN 3-7848-1115-9 (Zugleich: Göttingen, Universität, Magisterarbeit, 1989).