Nikolai Illarionowitsch Koslow

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Nikolai Koslow

Nikolai Illarionowitsch Koslow (russisch Николай Илларионович Козлов; * 30. Novemberjul./ 12. Dezember 1814greg. in Orenburg; † 29. Septemberjul./ 11. Oktober 1889greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Militärarzt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koslow studierte Medizin an den Universitäten in Kasan (1829–1833) und in Dorpat (1833–1836) und promovierte an letzterer 1837[1]. Nach zwei Jahren in Wien, Zürich und Paris kehrte er 1839 nach Russland zurück und trat als Sanitäter in den Militärdienst ein. Von 1841 bis 1853 war er ordentlicher Professor an der Universität Kiew und unterrichtete dort Medizingeschichte, klinische Anatomie und klinische Chemie. 1854 wurde er nach Sankt Petersburg berufen und war dort Vizedirektor, später dann auch Direktor, des medizinischen Departements im Kriegsministerium, von 1869 bis 1871 Leiter der medizinisch-chirurgischen Akademie und von 1871 bis zu seiner Pensionierung 1881 Obermedizinal-Inspektor.

Am 1. Juni 1861 (Matrikel-Nr. 1960) wurde Koslow mit dem Beinamen Stieglitz in die Leopoldina aufgenommen.[2] Für seine Verdienste im Russisch-Osmanischen Krieg 1877–1878 erhielt er 1879 den Alexander-Newski-Orden verliehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Ule: Geschichte der Kaiserlichen Leopoldinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher während der Jahre 1852–1887. Mit einem Rückblick auf die frühere Zeit ihres Bestehens. In Commission bei Wilh. Engelmann in Leipzig, Halle 1889, Nachträge und Ergänzungen zur Geschichte Neigebaur’s, S. 194 (archive.org).
  • Franz von Winckel: Ein Überblick über die Geschichte der Gynäkologie von den ältesten Zeiten bis zum Ende des XIX. Jahrhunderts. In: Handbuch der Geburtshülfe. 3. Band, III. Teil. Verlag von J. F. Bergmann, Wiesbaden 1907, S. 10.
  • I. V. Egorysheva: [Nikolai Illarionovich Kozlov – a scientist, a doctor, an outstanding organizer of Military Medicine]. In: Voenno-meditsinskii zhurnal. Band 335, Nr. 11, 2014, S. 71–75, PMID 25816684 (russisch, mit englischen Abstract).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nikolaus Kasloff: De tumoribus compositis. Typis J. C. Schuenmanni, Dorpati Livonorum 1837, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10849376-5 (Latein).
  2. Mitgliedseintrag von Nicolaus von Kosloff bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 26. Dezember 2016.