Norwegisches Polarinstitut

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Norsk Polarinstitutt
Norsk Polarinstitutt
Das Gebäude des Norwegischen Polarinstituts in Tromsø
Träger: Norwegisches Umweltministerium
Sitz des Trägers: Fram Centre in Tromsø
Außenstellen: * Sverdrup-Forschungsstation in Ny-Ålesund auf Spitzbergen
Art der Forschung: Polar- und Meeresforschung
Fächer: Geophysik, Meteorologie, Umweltphysik, Ozeanographie, Biochemie
Grundfinanzierung: Norwegischer Staat
Mitarbeiter: 110

Das Norwegische Polarinstitut (norwegisch: Norsk Polarinstitutt) ist Norwegens nationale Institution für Polarforschung. Es wird unter der Aufsicht des norwegischen Umweltministeriums geführt und organisiert zusammen mit weiteren wissenschaftlichen Institutionen Norwegens die Forschung Norwegens in der Arktis und Antarktis. Dazu werden u. a. Expeditionen durchgeführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut wurde 1928 von Adolf Hoel als Norges Svalbard- og Ishavsundersøkelser (abgekürzt NSIU) gegründet. Der belgische Polarforscher Gaston de Gerlache de Gomery benannte den Norsk-Polarinstitutt-Gletscher in der Antarktis nach ihm.

Standorte und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vom Polarinstitut seit 2005 betriebene antarktische Forschungsstation Troll

Das Hauptquartier des Institutes befindet sich im Fram Centre in Tromsø, eine Nebenstelle im Forskningspark beim UNIS auf Svalbard; insgesamt sind etwa 110 Mitarbeiter beim Norwegischen Polarinstitut beschäftigt.

Seit 1968 betreibt es die Sverdrup-Forschungsstation in Ny-Ålesund auf Spitzbergen, dazu seit 2005 die ganzjährige Forschungsstation Troll im Königin-Maud-Land in der Antarktis. Am Zeppelin Observatory in Ny-Ålesund werden Gase in der Atmosphäre untersucht.

Mit der 2018 in Betrieb genommenen Kronprins Haakon betreibt das Polartinstitutt den modernsten Eisbrecher weltweit.

Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1948–1957: Harald Ulrik Sverdrup
  • 1957–1960: Anders K. Orvin
  • 1960–1983: Tore Gjelsvik
  • 1983–1991: Odd Rogne
  • 1991–1993: Nils Are Øritsland
  • 1993–2005: Olav Orheim
  • 2005–2017: Jan-Gunnar Winther
  • seit 2017: Ole Arve Misund

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]