OpenShot

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
OpenShot Video Editor
Logo von OpenShot
Das Hauptfenster von ‚OpenShot Video Editor‘
Basisdaten
Entwickler Jonathan Thomas
Aktuelle Version 2.3.2
(11. Mai 2017[1])
Betriebssystem Linux, macOS, Windows
Programmiersprache C++
Kategorie Videoschnittsoftware
Lizenz GPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
openshot.org

OpenShot Video Editor ist eine freie, nichtlineare Video-Bearbeitungs-Software für die Betriebssysteme Windows, macOS und Linux. Das Projekt wurde im August 2008 von Jonathan Thomas gestartet mit dem Ziel, einen stabilen, freien und einfach zu bedienenden Video-Editor zu erstellen.[2]

Der Editor wird als freie Software inklusive Quelltext unter den Bedingungen der GNU General Public License (GPL) in Version 3 oder später verbreitet. Das Programm ist ab Version 2 in C++ programmiert, bietet eine Python API, hat eine Qt-basierte Benutzoberfläche und nutzt die FFmpeg Bibliothek.

Funktionsumfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrales angestrebtes Merkmal ist eine aufgeräumte, übersichtliche Oberfläche, wobei gleichzeitig umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten einschließlich der Bearbeitung und Erstellung von HD-Videos (mit Unterstützung der Formate HDV und AVCHD) angeboten werden.

Über ein Spuren-System können Elemente in unbegrenzt vielen Spuren überlagert und überblendet werden. Elemente werden auf einem Zeitstrahl dargestellt und können per Drag and Drop angeordnet werden. Für Überblendungen stehen zahlreiche Übergangseffekte zur Verfügung. Weiterhin gibt es Filter, Bildeffekte und Bildgeneratoren für zum Beispiel dreidimensional animierte Schriftzüge. Auf der Basis von FFmpeg wird eine Vielzahl von Ein- und Ausgabeformaten (Video-, Audio- und Bildformate) unterstützt. Dazu gibt es Einstellungsprofile, um für diverse Video-Portale oder Wiedergabegeräte jeweils passende oder optimierte Dateien zu erzeugen.

Weitere Eigenschaften sind:

  • Drag&Drop-Unterstützung
  • Clip-Größenänderung, Zuschneiden, Ausrichten und Schneiden
  • Übergänge mit Echtzeit-Vorschau
  • Bild-Überlagerungen, Wasserzeichen
  • Titel-Vorlagen, Titel Erstellung, Untertitel
  • SVG-Unterstützung für Titel und Abspann
  • Einzelbildschaltung
  • Digitalzoom der Videoclips
  • Veränderungen der Geschwindigkeit der Videos (Zeitlupe usw.)
  • Änderung der Bildgröße
  • Video-Effekte wie Anpassung von Helligkeit, Gamma und Farbton, Reduzierung auf Graustufen und über 20 weitere Video-Effekte.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Ende 2011 arbeitete der Hauptentwickler an einer neuen, verbesserten und außerdem plattformübergreifenden Video-Engine. Im März 2013 startete Thomas auf Kickstarter.com eine Crowdfunding-Initiative,[3] um Spenden für die Entwicklung der nächsten Version zu sammeln, die zusätzlich eine weitreichende Überarbeitung des Interfaces bieten soll. Die Aktion wurde am 17. April mit mehr als der doppelten Menge des Spendenziels erfolgreich abgeschlossen. Im Januar 2016 wurde eine Beta von Version 2.0 veröffentlicht, Mitte 2016 eine offizielle Version 2.1.

Zu den Zielen für die neue Version zählten unter anderem:

  • plattformübergreifende Nutzbarkeit
  • die Möglichkeit des Keyframing mit verschiedenen Kurventypen für fast alle Effekte
  • eine einfache Python-API
  • volle Unterstützung der FFmpeg-Bibliothek
  • Vorlagen für einfache Kurven-Animationen
  • die Möglichkeit, das Video in mehreren Formaten direkt hintereinander rendern zu lassen
  • die Fähigkeit der Software, als Server laufen zu lassen und somit die Möglichkeiten, Renderingprozesse auszulagern, mehrere Server als eine „Farm“ laufen zu lassen und zu mehreren auf dasselbe Projekt zuzugreifen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: OpenShot – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. OpenShot 2.3.2 Released
  2. Geschichte
  3. Startseite der Kickstarter-Initiative