Orikum

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Orikum
Orikumi
Orikum (Albanien)
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Koordinaten: 40° 20′ N, 19° 28′ O

Basisdaten
Qark: Vlora
Gemeinde: Vlora
Höhe: m ü. A.
Fläche: 313,83 km²
Einwohner: 5503 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 18 Einw./km²
Telefonvorwahl: (+355) 0391
Postleitzahl: 9426
Struktur und Verwaltung
Webpräsenz:

Orikum (albanisch auch Orikumi) ist ein Ort in Südalbanien, der zur Gemeinde (bashkia) Vlora gehört. Der Ort liegt rund 15 Kilometer südlich von Vlora.

Bis 2015 war Orikum eine eigenständige Bashkia. Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde umfasste 314 Quadratkilometer am südlichen Ende der Bucht von Vlora, von wo aus es sich nach Süden ins Hinterland bis zum Llogara-Pass erstreckte. Auch die Halbinsel Karaburun und die Insel Sazan gehörten dazu. Nebst der Stadt Orikum zählten auch die Dörfer Radhima, Tragjas (1288 Einwohner), Dukat i Ri (2961 Einwohner) und Dukat i Vjetër (1604 Einwohner) zur Gemeinde – insgesamt eine Bevölkerung von 5500 Einwohner (Volkszählung 2011).[1] Die Lokalbehörden geben hingegen eine doppelt so hohe Zahl von 11.000 Einwohnern an.[2]

Straße vom Strand ins Ortszentrum

Der Ort Orikum liegt am Südostende der Bucht etwa einen Kilometer vom Ufer entfernt. Hier leben fast die Hälfte der Einwohner.[2][3] Die Nationalstraße 8 (SH 8) passiert den Ort am östlichen Ortsrand und führt von Vlora her kommend weiter nach Himara und Saranda. Von Orikum bis zum Bergdorf Dukat sind es über elf Kilometer. In die andere Richtung ist Radhima über fünf Kilometer vom Zentrum der Gemeinde entfernt.[2]

Karte der Bucht von Vlora mit Orikum am Südende

Die Strände an der Bucht von Vlora und die Stadt haben sich in den letzten Jahren rasant touristisch entwickelt. Es sind zahlreiche Hotels, Appartementhäuser, Restaurants und eine Marina errichtet worden. Das übrige Gemeindegebiet ist sehr ländlich und gebirgig. In der Maja e Çikës ganz im Süden wird mit 2045 m ü. A. der höchste Punkt erreicht. Weite Teile der Gemeinde stehen unter Naturschutz, so zum Beispiel der Nationalpark Llogara. Am Rand der Bucht befinden sich eine bedeutende Lagune.

Im Südwesten der Bucht befindet sich die Marinebasis Pashaliman, einer der beiden Hauptstützpunkte der albanischen Marine. Heute werden dort Schiffe für die albanische Marine gebaut.[4] Pashaliman, türkisch für Hafen des Paschas, wird schon seit Jahrtausenden als Hafen genutzt. Im Kalten Krieg war er vorübergehend sowjetischer Marinestützpunkt – der einzige im Mittelmeerraum.

Auf dem Gebiet der Militärbasis liegt das antike Oricum. Die griechische Kolonie lag auf einem kleinen Hügel direkt am Meer mit Akropolis und Theater. Die Ausgrabungen im Archäologiepark Oricum sind aktuell für Besucher – insbesondere für Ausländer – nur schwer zugänglich, da sie sich innerhalb der Marinebasis befinden.

Südwestlich vom Ort liegt abgelegen die Kirche von Marmiroi. Der kleine Bau auf einer Anhöhe inmitten eines Sumpfes wird zum Teil auf das frühe 10. Jahrhundert, in anderen Quellen auf das 13. Jahrhundert datiert.[5][6][7] Im Dorf Tragjas befindet sich die Burg von Gjon Boçari, in Dukat der Turm des Derwisch Ali.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Orikum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Ines Nurja: Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Vlorë 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Hrsg.: INSTAT. Pjesa/Part 1. Adel Print, Tirana 2013 (Dokument als PDF).
  2. a b c Informacion i pergjithshem. In: Bashkia Orikum. 31. August 2010, archiviert vom Original am 24. Dezember 2014, abgerufen am 1. Oktober 2012 (albanisch).
  3. Guida e trashegimnisë kulturore të Qarkut Vlorë. Abgerufen am 1. Januar 2012 (albanisch).
  4. The first ship is produced at Pasha Liman. In: Albanisches Verteidigungsministerium. 13. September 2011, abgerufen am 6. Februar 2016 (englisch).
  5. Guntram Koch: DuMont-Kunst-Reiseführer Albanien. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2079-5.
  6. Cultural Heritage Around Southern Vlora Bay. In: SlideShare. Albanisches Tourismus-, Kultur-, Jugend- und Sportministerium, abgerufen am 6. Februar 2016 (albanisch).
  7. Ylber Hysi: Southern Albanian Riviere. Gent Grafik, Tirana 2010, ISBN 978-999565111-4.