Oskar Kiecker

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Oskar Kiecker, auch Oskar Kieker[1], (* 1881; † im 20. Jahrhundert) war ein vornehmlich im Raum Hannover wirkender deutscher Architekt, Baubeamter, Denkmalpfleger[2] und Sachbuchautor.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ähnlich wie Hugo Kiecker studierte auch Oskar Kiecker an der Polytechnischen Schule Hannover, allerdings mit zwei Matrikeln: 14699 und später 19497.[4] Er erwarb den akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs (Dipl.-Ing.) und begann ein Referendariat.

Einer der beiden Regierungsbaumeister (Bauassessoren) aus Hannover – mit der abweichenden Schreibweise „Kieker“ – wurde 1913 beim Militärdienst als „zur Zeit im Felde“ benannt.[5]

Mitten im Ersten Weltkrieg hatte Regierungsbaumeister Kiecker laut der Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen im Jahr 1916 seinen Wohnsitz in Hannover unter der – damaligen – Adresse Klagesmarkt 31.[6] Als Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover war er zu Beginn der Weimarer Republik, spätestens 1920 in das Haus Körnerstraße 23 umgezogen.[7]

Anbau an der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen

1925 leitete Kiecker den nach eigenem Entwurf gestalteten Anbau an der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen.[3]

1932 erneuerte Kiecker, teilweise mit altem Material, das barocke Bürgermeister-Hintze-Haus in Stade.[8]

Kiecker führte im Jahr 1935 gemeinsam mit Lothar Pretzell und Hermann Deckert die Bestandsaufnahme der Kunst- und Kulturdenkmale im Kreis Soltau durch, die ihren Niederschlag anschließend in dem entsprechenden Band der Reihe Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover fand. Hierzu schuf Kiecker auch die darin enthaltenen „zeichnerischen Aufnahmen“.

Kiecker starb mutmaßlich um 1960.[2]

Noch 1967 wurden Zeichnungen in einem Band von Reclams Kunstführer zu den Baudenkmälern der Hansestädte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verwendet.[8]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oskar Kiecker war insbesondere an den Publikationen in der Reihe Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover beteiligt, darunter

  • Oskar Kiecker, Hans Lütgens (Bearb.): Die Kunstdenkmale des Kreises Gifhorn. Als Anhang Stadt Wolfsburg, Hesslingen und Hehlingen, ehemalige Exklave des Kreises Gardelegen, Provinz Sachsen. (= Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. 3, Heft 4.) Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Th. Schulzes Buchhandlung, Hannover 1931. (= Kunstdenkmälerinventare Niedersachsens, Bd. 35.)
    als Nachdruck: Wenner, Osnabrück 1980, ISBN 3-87898-186-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namensnennung Kieker / Kiecker im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  2. a b o.V.: Kiecker, Oskar (Memento des Originals vom 31. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gwlb.de in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 18. Oktober 2017
  3. a b Hermann Deckert et al. (Bearb.): Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, Bd. 3: Regierungs-Bezirk Lüneburg, Ausgabe 6: Die Kunstdenkmale des Kreises Soltau. (= Bd. 27 des Gesamtwerks) Selbstverlag der Provinzialverwaltung, Theodor Schulzes Buchhandlung, Hannover 1939, S. 77 f., S. 84 u. ö. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
  4. Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover: Erläuterungen und Register. Hahnsche Buchhandlung und Verlag, Hannover 1988, S. 134. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
  5. Vergleiche die Zeitschrift Mitteilungen aus dem Quickborn. Vereinigung von Freunden der niederdeutschen Sprache und Literatur in Hamburg, 6. Jahrgang, Hamburg: Druck der Druckerei-Gesellschaft Hartung & Co mbh, 1912/1913, S. 80, 124 u.ö. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
  6. Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen, Organ des Sächsischen Ingenieur- und Architekten-Vereins und des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover, Jahrgang 1916, S. 105. (eingeschränkte Vorschau über Google-Bücher)
  7. Zeitschrift für Architektur und Ingenieurwesen, Jahrgang 1920, S. 30, S. 191. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)
  8. a b Alexander Freiherr von Reitzenstein, Herbert Brunner, Anton Henze, Erich Herzog, Heinz Rudolph Rosemann: Reclams Kunstführer Deutschland, Baudenkmäler, Band 5, Niedersachsen. Hansestädte Schleswig Holstein. Philipp Reclam junior, Stuttgart 1967, S. 4 f. (eingeschränkte Vorschau über Google Bücher)