Ostdeutsche Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel wurde am 11. Oktober 2018 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Vollprogramm. XenonX3 – () 17:04, 11. Okt. 2018 (CEST)
Signum der OGPGG

Die Ostdeutsche Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe (OGPGG), gegründet als Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe (GPGG) bestand von 1978 bis 2000 und ist in der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) aufgegangen.[1]

Historie:

  • Mai 1978

Auf dem VII. Gynäkologenkongreß der DDR in Dresden erstes Zusammentreffen von Peter Knorre und Paul Franke. Paul Franke rief im Anschluss an seinen Vortrag dazu auf eine Arbeitsgruppe für Psychosomatische Gynäkologie zu gründen und dass Interessierte sich bei ihm melden könnten.

  • 16.11.1979

E. Bäßler (Berlin-Kaulsdorf), P. Franke (Magdeburg), H.-R. Hamann (Halle), R. Kirchner (Cottbus), P. Knorre (Frankfurt/Oder) und A. Ludwig (Zwickau) gründen auf einer Sitzung in der Frauenklinik der Medizinischen Akademie Magdeburg die “Arbeitsgemeinschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe”. Da die AG sich als eine “Brücke” zwischen der Frauenheilkunde und der Psychotherapie versteht, werden an beide Fachgesellschaften Briefe mit der Bitte um Anerkennung und Unterstützung gesendet. Die Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe der DDR lehnt die Anerkennung auf ihrer Vorstandssitzung am 5.6.1980 mit der Begründung ab, dass solch eine Initiative - wenn überhaupt - nur vom Vorstand ausgehen könne! Dagegen beschließt der Vorstand der Gesellschaft für Ärztliche Psychotherapie der DDR im April 1980 die Aufnahme der AG als “zeitweilige Arbeitsgruppe”.

  • 1980

P. Franke wurde nach bestandenem Kolloquium als erster Frauenarzt der DDR auch Facharzt für Psychotherapie. Darauf erfolgte 1981 durch den damaligen Direktor der Frauenklinik der Med. Akademie Magdeburg, G. Lindemann, die Errichtung eines Arbeitsbereiches für Psychosomatische Gynäkologie (Leitung: P. Franke), des ersten an einer Frauenklinik der DDR.

  • 1980-1983

Die AG traf sich zwei bis drei mal jährlich zu Arbeitsberatungen ín wechselnden Orten zu Wochenendsklausurtagungen, wo sich die Mitglieder über ihre wissenschaftlichen Arbeiten und über Methoden der Psychotherapie und der Psychodiagnostik informierten und weiterbildeten und Balintgruppen durchführten. Durch die Mitglieder wurden zahlreiche Vorträge auf gynäkologischen und psychotherapeutischen Tagungen und Kongressen gehalten, was einen allmählichen Anstieg der Mitgliederzahl auf etwa 16 Frauenärztinnen und -ärzte bewirkte.

  • 12.-16.9.1983

Auf einem Lehrgang der Akademie für Ärztliche Fortbildung bekam die AG erstmals als Arbeitsgruppe einen ganzen Tag zur Verfügung, um in 9 Vorträgen über ihre Arbeit zu sprechen.

  • 10.-12.11.1983

9. Arbeitstagung der AG in Bagenz, auf der der Beschluss gefasst wurde, 1984 einen Kongress in Magdeburg zu veranstalten.

  • 1983

Die Vorstände der Gesellschaften für Ärztliche Psychotherapie der DDR und für Gynäkologie und Geburtshilfe der DDR kamen überein, die AG gemeinschaftlich als “Interdisziplinäre Arbeitsgruppe für Psychotherapie und Medizinische Psychologie” der beiden Gesellschaften zu führen.

  • 1.-2.11.1984

I. Symposium “Psychologische Probleme in Gynäkologie und Geburtshilfe” in Magdeburg. Etwa 250 Teilnehmer. Danach stieg die Mitgliederzahl auf knapp 50 an. Nach vielen Widerständen wurden alle Vorträge dieses I. Symposiums 1985 in einer Broschüre vollständig gedruckt.

  • März 1985

Wochenendsklausurtagung in Buckow von Mitgliedern der AG und sechs Schriftstellerinnen unter Leitung von Christa Wolf zu Problemen der Frau in der Gesellschaft.

  • 1985

Entwicklung eines Kurssystems, bestehend aus Grund- und Aufbaukursen, durch R. Kirchner, zur Vermittlung psychosomatischer und psychotherapeutischer Kompetenz für Frauenärzte (heute: “Psychosomatische Grundversorgung”). Diese Kurse, die jährlich zweimal durchgeführt wurden, bewirkten auch eine Zunahme der Mitgliederzahl auf etwa 80. Die Leitung dieser Kurse, die in aktualisierter Form noch heute durch das aus der AG hervorgegangene “Weiterbildungskollegium für Psychosomatische Frauenheilkunde” mit Erfolg durchgeführt werden, hatte bis 1987 R. Kirchner, ab 1988 A. Ludwig.

  • 17.-18.4.1986

II. Symposium der AG in Frankfurt (Oder), Organisation P. Knorre mit anschließender Herausgabe eines Referatebandes. Themen waren “Krankheitsbewältigung in der Frauenheilkunde” und “ Partnerschaft zwischen Kinderwunsch und Schwangerschaftsverhütung”

  • 3.-5.3.1988

2. Treffen von Mitgliedern der AG mit Schriftstellerinnen in Buckow zu Themen wie den Veränderungen der Rolle als Frau, der Familienstruktur und der Geschlechterbeziehung sowie zu sozialen Ursachen von psychosomatischen Erkrankungen.

  • 2.-3.11.1988

III. Symposium der AG in Zwickau (Org. Leitung: A. Ludwig) zu den Themen “Der psychosoziale Aspekt in der gynäkologischen Sprechstunde” und Psychoprophylaxe und Psychotherapie in der Schwangerschaft”

  • 18.11.1988

Die Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe der DDR übernimmt die AG als “Arbeitsgemeinschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe” - 9 Jahre nach ihrer Gründung!

  • 11.-13.10.1989

Tagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens der AG in Schöneck /Vogtland

  • 9.12.1989

Die AG bekommt erstmals ein eigenes Symposium auf dem XI. Gynäkologenkongress in Leipzig. Erstmals wird auch die Einladung westdeutscher Gäste (Prill und Petersen) erlaubt, nach dem immer Einladungen und die Annahme von Gegeneinladungen staatlicherseits unterbunden worden waren.

  • 26.6 1990

Nach einstimmigen Beschluss aller Mitglieder gründet sich aus der AG die “Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe” (GPGG), als erster Vorsitzender wird der bisherige Vorsitzende der AG, P. Franke, gewählt.

  • 1990

Aufnahme der GPGG in die ISPOG

  • 14.-15.12.1990

IV. Symposium (Org. Ltg.: Brüggemann, Herold) in Schöneck (Vogtland).

  • 7.12.1991

Symposium “Die Bedeutung der Psychosomatik für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Niederlassung und Klinik”, aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des Arbeitsbereiches Psychosomatik und Psychotherapie an der Frauenklinik der Med. Akademie Magdeburg in Schierke / Harz.

  • 23.-24.10.1992

V. Symposium der GPGG in Schwerin (Org. Leitung: H. Hansen). Themen: “Der psychosomatische Fall”, “Frauenärzte und Schwangerschaftsabbruch - zwischen Verdrängung und Bewältigung”, “Veränderungen in der Gesellschaft und in der Praxis”

  • 29.-30.4.1994

VI. Symposium der GPGG in Wernigerode (Org. Leitung: C. Presch) mit den Themen: “Morbiditätsentwicklung nach der Wende aus psychosomatischer Sicht”, “Die verschiedenen Möglichkeiten ein Kind zu gebären”, “Psychosomatische Aspekte des Älterwerdens”, “Frauen - Hexen - Hebammen - Frauenärzte (-innen)”.

  • 1994

Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen GPGG und der DGPGG

  • 11.9.1994

8 Mitglieder der GPGG versammelten sich auf Einladung von P. Franke in Barby und gründeten das “Weiterbildungskollegium für Psychosomatische Frauenheilkunde e.V.” (WPF), zu dessen Vorsitzende Frau C. Presch gewählt wurde. Das WPF übernimmt die Organisation und Durchführung von Kursen für die psychosomatische Grundversorgung von der GPGG.

  • 13.-14.10.1995

VII. Symposium der GPGG in Weinböhla (Org. Leitung: V. Hellmann und D. Schuster). Themen: “Frauenheilkunde - Begegnung mit Schmerz und Lust”, “Der Kinderwunsch als Ursache psychosomatischer Leiden” und “Psychosomatik der Schwangerschaft”

  • 8.-9.11.1996

VIII. Symposium in Eggersdorf bei Strausberg (Org. Leitung: C. Dietrich und A. Franke) zu den Themen: “Der Umgang mit Scham, Schuld und Würde in der Frauenheilkunde”, “Psychosomatik im frauenärztlichen Alltag” und “Psychosomatische Aspekte in Schwangerschaft und Geburt”.

  • 8.11.1996

P. Franke wollte bei der anstehenden Vorstandswahl nach 17 Jahren Vorsitz nicht wieder für den Vorsitz kandidieren. Die Versammlung wählte Carmen Dietrich zur neuen Vorsitzenden der GPGG. Außerdem beschloss die Versammlung den Austritt aus der ISPOG.

  • 31.10.-1.11.1997

IX. Symposium in Meisdorf (Harz) unter der org. Leitung von C. Presch. Die Themen waren: “Biologisches Geschlecht - Freiheit oder Zwang” und “Psychosomatik im frauenärztlichen Alltag”.

  • 31.10.1997

Auf der Mitgliederversammlung wird auf Vorschlag von P. Franke die Umbenennung der Gesellschaft in “Ostdeutsche Gesellschaft für Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe” (OGPGG) beschlossen, um mit dieser territorialen Abgrenzung die Vorbereitung zu einer Vereinigung mit der DGPGG allmählich vorzubereiten. Es wird auch vorgeschlagen, von beiden Gesellschaften eine Vereinigungskommission aus je drei Mitgliedern der Vorstände zu bilden.

  • 19.-20.11.1999

X. Symposium der OGPGG und des WPF in Freyburg (Unstrut) unter der org. Leitung von H. Fritsch und D. Richter mit den Themen “Einsichten und Aussichten in der psychosomatischen Frauenheilkunde - 20 Jahre nach der Gründung”, “Schwangerschaft zwischen Sicherheit und Risiko”

  • 19.11.1999

Auf der Mitgliederversammlung wird der Bericht der Vereinigungskommission einstimmig angenommen, so dass der geplanten Fusion beider Gesellschaften, d. H. Auflösung beider mit Neugründung einer gemeinsamen neuen Gesellschaft seitens der OGPGG nichts mehr entgegen steht.

  • 16.-19.2.2000

Auf der XXIX. Jahrestagung der DGPGG gemeinsam mit der OGPGG in Dresden beschließen die Mitgliederversammlungen beider Gesellschaften deren Auflösungen und die Gründung der gemeinsamen “Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe” (DGPFG), Präsidentin M. Neises.

  • 8.3.2001

Auf der 30. Jahrestagung der DGPFG in Aachen wird M. Stauber und P. Franke die Ehrenpräsidentschaft der DGPFG verliehen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hermann J. Berberich, Friederieke Siedentopf (Hrsg.): Psychosomatische Urologie und Gynäkologie, München 2016, S. 20