Oswald Henke

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Oswald Henke auf dem Nocturnal Culture Night Festival 2014

Oswald Henke (* 1967) ist ein deutscher Sänger, Komponist, Buchautor und Kolumnist.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine größte Bekanntheit verdankt Oswald Henke seiner Band Goethes Erben, bei der er seit 1989 als Komponist und Sänger mitwirkt. Die Bezeichnung Sänger trifft jedoch nur bedingt zu, da nach Aussage von Henke selbst es mehr eine Art Sprechgesang ist, die er darbietet.[1] Demzufolge findet man in vielen seiner musikalischen Werke in der Besetzungsliste seinen Namen hinter der Funktion „Worte:“ anstelle von „Gesang“. Diese Funktion übernimmt er auch bei seinen beiden aktuellen Projekten fetisch:Mensch und Henke, sowie bei den inzwischen ebenfalls aufgelösten Bands Erblast und Artwork. Letzterer Band gehörte er allerdings nie an, war aber regelmäßig als Gastsänger involviert.

Ins Zentrum von Goethes Erben setzt Henke die deutsche Sprache, womit sich seine künstlerische Tätigkeit dabei nicht allein auf die Musik beschränkt. Bei der Band Erblast bestand diese Fokussierung nicht, sodass im Gegensatz zu den Songs von Goethes Erben die Texte oft in Englisch verfasst sind.[2] Henke schrieb regelmäßig die Kolumne „Henke Trocken“ für das deutsche Musikmagazin Orkus, welche mittlerweile als „Henke Digital“ auf seiner Homepage weiter geführt wird. Ebenso ist er der Autor mehrerer Bücher, darunter Spaziergang durch ein Minenfeld und FSK 18 - Tendenziell menschenverachtend, mit denen Henke mit Buchlesungen auf Tour gegangen ist. Sein erstes Buch FSK 18 - Tendenziell menschenverachtend existierte als nummerierte Sonderausgabe nur in Form von 500 Exemplaren, die innerhalb weniger Minuten ausverkauft waren. Später wurde eine Paperback-Version auf den Markt gebracht. Auf 156 Seiten finden sich in dem Werk alle Gedichte der Band Goethes Erben sowie eine Auswahl von Henkes Nebenprojekten.[3]

Ende 2007 legten Goethes Erben eine Pause ein, da laut offiziellem Eintrag auf der Homepage „Oswald Henke und Mindy Kumbalek unterschiedliche Wege gehen werden“.[4] Die Band wurde somit zwar nicht aufgelöst, eine weitere Zukunft blieb jedoch ungewiss. Im Juli 2012 gab Goethes Erben ihre Auflösung endgültig bekannt.[5]

Auch als Schauspieler wirkte Henke bisher in mehreren Projekten mit, wie an den beiden als Musiktheater bezeichneten Theaterstücken Kondition:Macht und Schattendenken, sowie ZeitenWände, welches in Zusammenarbeit mit Markus Förster (Text, Inszenierung und Schauspieler) entstand und im Rahmen des 17.[6] Wave-Gotik-Treffens im Leipziger Schauspielhaus mehrmals aufgeführt wurde.

Aus den mittlerweile aufgelösten Projekten Artwork und Erblast ging schließlich 2006 fetisch:Mensch hervor. Die Band besteht neben Henke aus Tim Hofmann (E-Gitarre), mit dem Henke schon bei Erblast zusammenarbeitete, sowie Jochen Schoberth (E-Gitarre, Synthesizer) und Dirk Törppe (Schlagzeug). Es handelt sich hierbei um eine Liveband. Mit Manchmal wurde zwar im Herbst 2008 ein komplettes Album zum Download angeboten, eine Veröffentlichung eines Tonträgers gibt es aber bis dato nicht und ist offiziell auch nicht geplant. 2011 verließen Törppe und Schoberth die Band, sie wurden durch Konrad Schubert (Schlagzeug) und Harald Streitberger (Gitarre) ersetzt.

Im Mai 2009 hatte die Band Henke ihre Premiere in Kulmbach. Seitdem absolvierte die Band Auftritte auf diversen Festivals sowie eigene Konzerte. Das Programm der Band bestand ursprünglich ausschließlich aus Titeln von Oswald Henkes früheren Bands, mittlerweile gibt es auch neue, eigens für die Band komponierte Stücke. Henke veröffentlichen im Gegensatz zu fetisch:Mensch Tonträger: Im Februar 2011 erschien die EP "Vom A zum F" und im April desselben Jahres das Debüt-Album Seelenfütterung begleitet von einer Deutschlandtour. Im März 2013 erschien das 2. Album Maskenball der Nackten, womit Henke von März bis April auf Tour ging.

Mitglieder der Band Henke sind neben Oswald Henke: Tobias Schäfer (Piano, Keys, Vocals), Tom Bola (Bass, FX), Stefan Söllner (Gitarre) und Benjamin Küfner (Schlagzeug)

Im Jahre 2010 wurde der Kurzfilm „Osferatu“ veröffentlicht und auf dem 19.[7] Wave-Gotik-Treffen uraufgeführt. In dieser Neuinterpretation des Klassikers Nosferatu tritt Henke erneut als Schauspieler in Erscheinung.

Tim Hofmann auf dem WGT 2014

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Diskographie ist unter jeweiliger Band zu finden:

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ZeitenWände
  • Kondition: Macht!
  • Schattendenken
  • Menschenstille

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Oswald Henke (16. Oktober 2001 - Maik Heinsohn)
  2. Interview mit O. Henke über Erblast (Memento vom 14. Oktober 2008 im Internet Archive) auf entry-magazin.de
  3. Goethes Erben Homepage
  4. Goethes Erben Homepage "Band: Goethes Erben"
  5. Mindbreed.de: Goethes Erben sind Geschichte
  6. "
  7. "Manchmal muss Kunst weh tun", [a]live, Oswald Henke im Interview
  8. Regisseure von Glasgarten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fetisch:Mensch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Henke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien