Otto Gerster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Otto Gerster (* 9. Juli 1907 in Berlin; † 15. Oktober 1982 in Wassen (Schweiz)) war ein deutscher Maler und Kunstprofessor.

Vita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Kind an ein stiller Zeichner, übte sich Otto Gerster in den 1920er Jahren in Berlin als Werbegrafiker, Textil- und Modezeichner für verschiedene Printmedien. 1928 begann er ein Studium der Malerei und Grafik bei Emil Rudolf Weiß an den Kunsthochschule in Berlin-Charlottenburg und wurde dort 1936 Meisterschüler bei Ferdinand Spiegel.

Er verdiente bald seinen Lebensunterhalt als freier Künstler, bekam Aufträge für Buchillustrationen, angewandte Grafik, großformatige Malerei und zeitypische "Monumentale Gestaltung" von Hallen für Ausstellungen und Messen. 1933 erhielt den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg und wurde im Jahr 1939 an die Meisterschule für das gestaltende Handwerk der Hansestadt Köln berufen, um die Klasse für Monumental- und Wandmalerei zu übernehmen. 1942 zur Wehrmacht eingezogen, trat er seine Lehrtätigkeit dann nach Kriegsende und Gefangenschaft 1946 an den wieder eröffneten Kölner Werkschulen[1] an und führte – bis zu seiner Emeritierung 1972 – als Professor eine Meisterklasse für freie und angewandte Malerei im Fachbereich Kunst und Design der TH-Köln. Otto Gerster wurde 1955 Mitglied im Deutschen Künstlerbund und 1957 künstlerischer Leiter für politische Öffentlichkeitsarbeit in Bonn[2] und gestaltete den CDU-Bundestagswahlkampf, bei dem Konrad Adenauer mit 50,2 % die absolute Mehrheit der Stimmen erreichte (bisher zum ersten und einzigen Mal in der Geschichte der Bundesrepublik).

Sein Credo lautete: „ob kleinformatig oder übergroß, ob gegenständlich oder abstrakt oder beides, bleibt sich gleich, den Ausschlag gibt nur die Qualität“. Gerster arbeitete stets intensiv, zurückgezogen und konzentriert auf sein Werk.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FH-Kunst und Design = Katalog-Herausgeber :"100 Jahre Kölner Werkschulen"
  2. https://www.ub.uni-koeln.de/bibliothek/veranstaltung/ausstellung/gebrauchsgraphik/index_ger.html