Bühnen der Stadt Köln

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Schauspiel Köln, im Hintergrund die Oper Köln. Architekt beider Gebäude: Wilhelm Riphahn, im März 2010

Die Bühnen der Stadt Köln sind eine eigenbetriebsähnliche Einrichtung der Stadt Köln, in der die städtischen Theaterbetriebe mit ihren Spielstätten und Ensembles zusammengefasst sind. Dazu gehören die Oper Köln und das Schauspiel Köln.

Die Bühnen der Stadt Köln werden von einem Geschäftsführenden Direktor, einem Technischen Betriebsleiter sowie jeweils einem Intendanten für die Bereiche Oper und Schauspiel geleitet. Opernintendantin ist seit 2012 Birgit Meyer, Schauspielintendant seit 2013 Stefan Bachmann. Der Generalmusikdirektor François-Xavier Roth (seit 2015) ist zugleich musikalischer Leiter der Oper und des Gürzenich-Orchesters.

Bis 2002 gab es einen Generalintendanten der Bühnen der Stadt Köln (zuletzt Günter Krämer), anschließend wurde die Intendanz zwischen den Leitern von Oper und Schauspiel aufgeteilt.

Aufgrund der Sanierung des Opern- und Schauspielhauses am Offenbachplatz, die noch bis Ende 2022 andauern wird[1], haben die Bühnen der Stadt Köln verschiedene Interimsspielstätten bezogen. Die Oper Köln nutzt bis zur Fertigstellung des Opernhauses am Offenbachplatz das am Rheinufer gelegene Staatenhaus als Spielstätte.[2]

Aufführungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Bühnen der Stadt Köln gehören folgende Spielstätten:

Oper Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oper am Offenbachplatz

Die Oper Köln steht auf dem Offenbachplatz. Das Gebäude wird wegen Sanierungsarbeiten nach derzeitigem Stand erst 2023 wieder zur Verfügung stehen.[3]

Altes Pfandhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alten Pfandhaus in der Kölner Südstadt hat die Kölner Kinderoper ein Interimsquartier bezogen. Die Yakulthalle als ehemalige Spielstätte der Kinderoper im Foyer des Opernhauses musste aufgrund der Sanierungspläne der Oper Köln aufgegeben werden. Für die Dauer von vier Spielzeiten, bis zum Ende des Opernhaus-Umbaus, wird das Alte Pfandhaus in der Nähe des Chlodwigplatzes der Spielort der Kinderoper sein. Künstlerische Leiterin der Kinderoper ist Brigitta Gillessen.

Der Konzertsaal des Alten Pfandhauses fasst ca. 250 Personen und ist in drei aufsteigenden Reihen um die Bühne herum angelegt, so entsteht ein direkter Kontakt zwischen Publikum und Künstlern.

Unter der Regie der damaligen Künstlerischen Leiterin der Kinderoper, Elena Tzavara, fand am 29. Oktober 2009 mit „Die Feuerrote Friederike“ die erste Premiere in der neuen Spielstätte statt.

Schauspiel Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schauspiel Köln liegt neben der Oper und ist Aufführungsstätte für diverse Kulturdarbietungen.

West-End-Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieses Theater befindet sich im oberen Foyer des Schauspielhauses und wurde von dem Künstler Mark Beard gestaltet. Im barock gehaltenen Theatersaal haben etwa 60 Zuschauer Platz, und es finden überwiegend Lesungen und kleinere Produktionen statt.

Schlosserei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlosserei

In einer ehemaligen Schlosserei in der Krebsgasse ist diese Spielstätte mit ebenfalls etwa 130 Plätzen untergebracht. Die Stücke überwiegend moderner Autoren zielen auf ein junges Publikum ab.

Halle Kalk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese ehemalige Fabrikhalle mit 200 Plätzen war bis zu ihrer Schließung die einzige rechtsrheinisch gelegene dauerhafte Spielstätte der Bühnen der Stadt Köln (Schauspiel). In der Halle Kalk fanden Aufführungen und Installationen (u. a. von Gregor Schneider) des Schauspiel Köln statt. Die denkmalgeschützte Halle musste wegen Einsturzgefahr 2015 geschlossen werden und durfte nicht mehr bespielt werden. Im Juli 2015 hat der Deutsche Kulturrat die denkmalgeschützte und einsturzgefährdete Halle auf die Rote Liste Kultur gesetzt und als gefährdet eingestuft (Kategorie 2).[4]

Tanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tanzcompagnie pretty ugly tanz köln, seit 2005 mit der künstlerischen Direktorin Amanda Miller, war den Bühnen der Stadt Köln vertraglich angegliedert, aber als eigene GmbH organisiert. Der Vertrag lief 2008 aus. Ende Februar 2013 gab der Kölner Kulturdezernent Georg Quander bekannt, dass es in der Spielzeit 2013/14 keine Tanzgastspiele geben wird. Die zunächst dafür vorgesehenen eine Million Euro wurden zurückgezogen. Ein Programm war bereits ausgearbeitet. Für die Beibehaltung des städtischen Etats für Tanzgastspiele in dieser Spielzeit hat sich ein breites Aktionsbündnis eingesetzt und Protestveranstaltungen auf die Beine gestellt, darunter der Kölner Kulturrat aus rund 60 Kölner Kultur-Institutionen.[5]

Ehemalige Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Spielstätte für den Bereich Schauspiel waren bis 1994 die Kammerspiele, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Rautenstrauch-Joest-Museum am Ubierring eingerichtet worden waren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schauspiel Köln (Hrsg.): Schauspiel Köln 2007-2013. Intendanz Karin Beier, Buchhandlung Walther König, Köln 2013, ISBN 978-3-86335-361-2.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bühnen der Stadt Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tim Attenberger: Stadt bestätigt: Sanierung der Oper wird bis zu 570 Millionen Euro kosten. In: Kölner Stadt-Anzeiger. (ksta.de [abgerufen am 4. Juli 2017]).
  2. Staatenhaus Köln. In: www.koeln.de. (koeln.de [abgerufen am 3. Dezember 2019]).
  3. Arbeiten verzögern sich: Weitere Probleme bei Sanierung der Kölner Oper aufgetaucht. In: Kölner Stadt-Anzeiger. (ksta.de [abgerufen am 25. November 2018]).
  4. Politik & Kultur | Nr. 4/15 | Juli-August 2015 Seite 13 Kulturelles Leben Die Rote Liste (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kulturrat.de, abgerufen am 28. Juli 2015
  5. Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) Köln Kölner Bühnen: Kulturrat will Tanzgastspiele erhalten (ksta), erstellt 9. April 2013, abgerufen am 10. April 2013