Otto Kolleritsch

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Otto Kolleritsch (* 17. März 1934 in Brunnsee, Südsteiermark) ist ein österreichischer Pianist, Musikwissenschaftler und emeritierter Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, deren Rektor er mehrere Jahre lang war.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Kolleritsch, der jüngere Bruder des Schriftstellers, Lyrikers und Philosophen Alfred Kolleritsch, wuchs in Brunnsee als Sohn des Forstverwalters der Herrschaft Brunnsee auf und absolvierte in Graz das Gymnasium. Er studierte am Landeskonservatorium in Graz Klavier und Musiktheorie sowie an der Karl-Franzens-Universität Philosophie und Musikwissenschaften. 1968 erfolgte mit seiner (ungedruckten) Dissertation Thomas Mann und die Musik die Promotion.

1970 übernahm er die Leitung des von Harald Kaufmann gegründeten Instituts für Wertungsforschung (heute Institut für Musikästhetik[1]) der Kunstuniversität Graz, das er bis 2002 leitete. (Sein Nachfolger ist Andreas Dorschel.) Außerdem war Kolleritsch von 1970 bis 2002 wissenschaftlicher Leiter der seit 1970 jährlich stattfindenden Musiksymposien im Programm des Avantgarde-Festivals „Steirischer Herbst“ und wirkte bis zum Jahre 2003 als Herausgeber und Mitautor der Publikationsreihe "Studien zur Wertungsforschung". Seine wissenschaftlichen Arbeiten umfassen die Gebiete der Musikästhetik und Musiksoziologie sowie Probleme der Rezeptionsforschung der Musik.

Als Vorsitzender des Kunsthochschulausschusses der Österreichischen Rektorenkonferenz und einer der Vizepräsidenten der gesamtösterreichischen Rektorenkonferenz hat Kolleritsch an der Entwicklung der Organisations- und Studiengesetze zur Kunstuniversität Graz mitgewirkt.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeber: Studien zur Wertungsforschung. UE, Graz 1970–2002.
  • Hier wird's Ereignis. Kritische Ästhetik zwischen künstlerischer Praxis und Forschung mit der Kunst. Zur Universität für Musik und darstellende Kunst in Österreich. Leykam, Graz 2014, ISBN 978-3-7011-0302-7.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kolleritsch rügte die Umbenennung: Hier wird's Ereignis. 2014, S. 339–340.
  2. Georg Winckler: Otto Kolleritsch und die Universitätsreform. In: Andreas Dorschel (Hrsg.): Kunst und Wissen in der Moderne. Otto Kolleritsch zum 75. Geburtstag. 2009, S. 13 f.
  3. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.
  4. em.o.Univ.-Prof. DDr.h.c. Otto Kolleritsch, www.graz.at, abgerufen am 2. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]