Panavia

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Panavia Aircraft GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 26. März 1969
Sitz Hallbergmoos
Leitung Welf-Werner Degel
Mitarbeiter 84
Branche Rüstung
Website http://www.panavia.de/

Die Panavia Aircraft GmbH ist ein deutsches Rüstungsunternehmen. Es wurde am 26. März 1969 mit dem Ziel gegründet, bei der Entwicklung und Produktion des unter dem Programmnamen MRCA geführten Mehrzweckkampfflugzeugs Tornado die „Systemführung“ zu übernehmen. Sitz des Unternehmens ist die Gemeinde Hallbergmoos im oberbayerischen Landkreis Freising.

Firmenstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panavia Tornado

Man unterschied hierbei eine Studien-, Entwicklungs- und Produktionsphase sowie das Marketing. Eine Zusammenarbeitsabsichtserklärung, ein Letter of Intent, wurde am 17. Juli 1968 von den Luftfahrtfirmen British Aircraft Corporation, Fiat Spa., Fokker, Bölkow GmbH und Messerschmitt AG getroffen. Bölkow und Messerschmitt fusionierten am 1. November 1968 zur Messerschmitt-Bölkow GmbH. Sie erhielten vom Bundesverteidigungsministerium die Auflage, einen Teil seiner Arbeiten an die Vereinigte Flugtechnische Werke (VFW) abzugeben. Fokker trat wenig später von der Beteiligung an diesem Vorhaben zurück. Am 26. März 1969 gründeten die Unternehmen British Aircraft Corporation (heute BAE Systems) (mit 42,5 %), die Messerschmitt-Bölkow GmbH (ab 14. Mai 1969 Messerschmitt-Bölkow-Blohm) (heute Airbus Defence and Space) (mit 42,5 %) und Aeritalia (Fiat) (heute Leonardo S.p.A.) (mit 15 %) die Panavia Aircraft GmbH.[1] Das Kapital betrug bei der Gründung 120.000 DM (rund 61.360 Euro). Im Mai 1970 begann die Entwicklungsphase für ein Mehrzweckkampfflugzeug mit der Bezeichnung MRCA (Multi Role Combat Aircraft).

Panavia setzt sich heute (Stand November 2017) aus folgenden Beteiligungen zusammen: Airbus Defence and Space 42,5 %, BAE Systems 42,5 % und Leonardo 15 %. Geschäftsführer ist Welf-Werner Degel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die deutsche Luftfahrt, Ludwig Bölkow und sein Werk - Ottobrunner Innnovationen, 2. erweiterte Auflage, 2002, S. 116f.